Im Homeoffice kann man sich die Zeit selbstständiger einteilen. Foto: dpa

In Zeiten des Coronavirus sind die Menschen verunsichert. Umso wichtiger ist es, in der Krise zu einer eigenen Normalität zu finden.

Weltweit sind mehr als eine halbe Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Dabei gibt es kaum ein Land oder eine Region, die nicht von der Lungenkrankheit betroffen ist. In Deutschland sieht es nicht anders aus. Und weil es in Baden-Württemberg mehr als 10.000 Erkrankte gibt, verwundert es wenig, dass die Menschen verunsichert sind. Umso wichtiger ist, in der Krise zu einer eigenen Normalität zu finden. So wird ein Anker geschaffen, der in stürmischen Zeiten für innere Ruhe sorgen kann. Denn das Thema „Corona“ ist omnipräsent.

Stuttgart, Heidelberg, Ulm, Freiburg – die Ballungszentren sind in Baden-Württemberg besonders betroffen. Allerdings ist bei den aktuellen Zahlen davon auszugehen, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Schließlich werden Tests auf das Virus weiterhin nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt. Doch neben der Dunkelziffer für tatsächlich Infizierte, dürfte ebenfalls die Zahl derjenigen höher liegen, die bereits wieder genesen sind. Hinzukommen all diejenigen, die gar keine Symptome zeigen.

Doch schon zu Beginn der Corona-Krise hatten die Menschen ihren alltäglichen Ablauf und somit die Normalität geändert. Etwa gingen 50 Prozent der Befragten einer repräsentativen Studie zufolge weniger in Restaurants oder an Orte mit vielen Menschen. Ebenso fiel bei mehr als der Hälfte der Einkaufsbummel flach und über 30 Prozent spielten sogar weniger Lotto im Kiosk. Dabei gaben in diesem Bezug mehr als 10 Prozent an, nun häufiger Lotto über das Internet zu spielen. Allen voran ist hier der Anbieter Lottoland zu nennen, bei dem weiterhin Tipps auf die Millionen abgegeben werden können. Bei mehr als 80 Prozent blieb das Verhalten zum Lottospielen online unverändert. Lediglich etwa zwei Prozent gaben an, seltener einen Tippschein auszufüllen.

Dabei sind sich die meisten darüber einig, dass es bis zur Rückkehr zur Normalität noch etwas dauern wird. Mehr als 37 Prozent der Teilnehmer der Umfrage sind davon überzeugt, dass die aktuelle Situation noch mindestens zwei bis drei Monate anhalten wird. 33 Prozent gaben sogar an, dass die Dauer der Krise bis zu sechs Monate gehen könnte. Immerhin noch fast zehn Prozent waren der Meinung, dass das Coronavirus die Menschen hierzulande noch länger als ein Jahr beschäftigen werden. Einige sind dabei der Ansicht, dass uns diese Erkrankung nun ebenso wie die Grippe, die im Übrigen bereits mehr als 200 Todesfälle 2020 forderte, begleiten wird.

Aktuelle Situation kann auch Freiheit bedeuten

Normalität wird aktuell nur in China nach und nach gelebt. Zumindest gibt das die chinesische Regierung bekannt und verweist darauf, dass das Virus in der Volksrepublik gebannt sei. Das bedeutet für viele körperliche Betätigung, Freunde und Familie treffen, Essen gehen. Währenddessen kämpfen die Menschen in Deutschland noch mit den Ausgangssbeschränkungen. Ein Blick zu unseren Nachbarn nach Österreich zeigt, dass diese sich schon länger als hierzulande nicht mehr aus den Häusern wagen sollen – mit Erfolg. Es scheint, als hätte man den aktuellen Verlauf abbremsen können.

Betroffene zeigen sich dabei gerade in sozialen Medien durchaus kreativ bei ihrer Tagesplanung. Denn dank Homeoffice und Homeschooling kann nun jeder seinen eigenen bevorzugten Lebensstil für sich entdecken. Es ist meist schlicht nicht nötig, sich an feste Zeiten zu halten. Auch wenn es wichtig ist, einen Tagesablauf zu kreieren, so bleibt es jedem doch selbst überlassen, wann er was erledigt. Das schafft nicht nur Freiheit, sondern kann ebenfalls zu ganz besonders entspannten Momenten führen. Denn in Zeiten, wo der eine oder andere überhaupt nicht zuhause wäre, kann nun ein Miteinander gelebt werden.

Insofern ist es gerade jetzt wichtig, selbst Verantwortung zu übernehmen und einen Ablauf zu planen, der sich nach den individuellen Bedürfnissen richtet. So kann jeder ein Stück weit seine „Normalität“ zurückgewinnen. Allerdings mit dem Bonus, die Freiheit zu haben, auf sich selbst zu hören und zu lernen was Eigenverantwortung überhaupt bedeutet – ohne dass dahinter ein Chef oder ein Lehrer steht. 
 

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