Hölderlinturm im Wald: Erhaben nähert sich Bernhard Hurm vom Lindenhof-Theater dem „Hyperion“, dem einzigen Roman des Dichters. Foto: Theater Lindenhof

In Hölderlin sind sie gut: Der vor 250 Jahren geborene Dichter gehört zu den Hausheiligen des Melchinger Lindenhoftheaters. Im Jubiläumsjahr hat die Truppe eine Annäherung an Hölderlins „Hyperion“ in der Villa Reitzenstein gezeigt, wo sonst Winfried Kretschmann das Sagen hat.

Stuttgart - In der Villa Reitzenstein, dem Sitz des Ministerpräsidenten, halten sich auch Bäume an Corona-Regeln. Sechs Meter stehen sie voneinander entfernt, dreißig Meter ragen sie in den Himmel – und unmittelbar vor den ersten Ästen, in fünf Meter Höhe, ist an den drei Abstand haltenden Buchen jeweils ein Hochsitz angebracht. Angeschnallt und gefesselt wie Troubadix sitzen darin die Schauspieler Bernhard Hurm, Martin Olbertz und Linda Schepps, die drei Barden vom Melchinger Lindenhof, deren Münder aber keineswegs geknebelt sind. Von ihrem erhabenen Platz aus sprechen sie achtzig Minuten einen erhabenen Text: „Wir sind nichts; was wir suchen, ist alles“ heißt ihre „Annäherung an Hölderlins Hyperion“.

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