In Köln darf der Muezzin nun jeden Freitag zum Gebet rufen - das hat zu einer deutschlandweiten Debatte geführt. Foto: picture alliance/dpa/Oliver Berg

Von der Mehrheit der Muslime ist kein lauter Ruf nach dem Muezzin-Ruf zu hören. Und wo kein Wunsch ist, kann es auch keine Wirklichkeit geben.

Esslingen - Bevor man hitzige Debatten führt, ob und wie der Muezzin-Ruf hierher passt, sollte man fragen, wer ihn überhaupt will. Die Vorsitzenden einiger Islam-Verbände haben sich zwar positioniert, aber sie sagen nur, was ihre Chefs in Ankara oder Riad oder wo auch immer vorgeben. Ansonsten ist der Islam in Deutschland ein unbekanntes Wesen. Nicht nur was die genaue Zahl der Muslime anbelangt, sondern auch, wie viele von ihnen sich wo positionieren in einem Spektrum, das von liberalen Gruppen, die für die Homo-Ehe eintreten, bis zum finstersten Salafismus reicht. Bislang schallt aus diesem unübersichtlichen Patchwork kein lauter Ruf nach dem Muezzin-Ruf. Und wo kein Wunsch ist, kann es in diesem Fall auch keine Wirklichkeit geben.

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