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Selbstschutz oder Bedrohung?

Menschen, die mit dem Thema Waffenbesitz konfrontiert werden, sind in der Regel in zwei Lager gespalten. Während manche Waffen an sich als Bedrohung der Sicherheit empfinden, plädieren andere für den Selbstschutz.

Der kleine Waffenschein boomt

Besonders der kleine Waffenschein spielt in den Augen vieler Bürger eine wichtige Rolle. Sie möchten sich durch die sogenannten kleinen Waffen ein zusätzliches Maß an Sicherheit erwerben. Dies gilt einerseits für Einbruchsszenarien, in denen eine Verteidigung in den eigenen vier Wänden notwendig ist. Auf der anderen Seite wird immer wieder auf den nächtlichen Gang durch die Straßen der Stadt verwiesen. Vor allem Frauen fühlen sich da oft unsicher. Pfefferspray und Gaspistolen stellen hier die Möglichkeit her, einem körperlich überlegenen Gegner entgegentreten zu können.

Besonders beim großen Waffenschein spielt die richtige Aufbewahrung der erworbenen Waffen eine zentrale Rolle. Die gesetzeskonforme Waffenaufbewahrung sieht eine abgesicherte Lagerung vor. Außerdemist es notwendig, die Munition einer Waffe getrennt von dieser aufzubewahren. Allerdings gibt es keine Statistiken dazu, wie viele Menschen in Deutschland sich an diese Bestimmungen halten und in wie vielen Fällen dagegen bewusst oder unbewusst verstoßen wird.

Neue gesetzliche Regelung im Jahr 2017

Zwischen 5,4 und 5,7 Millionen legale Waffen werden derzeit in Deutschland gezählt. Bereits an dieser Zahl lässt sich das große Bedürfnis nach Sicherheit erkennen. So gehen Experten davon aus, dass allein in den USA derzeit 300 Millionen scharfe Waffen im Besitz der Bevölkerung sind. Auf einem anderen Blatt stehen illegale Waffen. Keine Statistik zeigt, wie viele der Waffen illegal in den Händen der Bevölkerung sind. Bereits im Jahr 2017 wurde versucht, deren Zahl massiv zu reduzieren. Wer selbst über eine illegale Waffe verfügt, die bis dato auf dem Boden des Kleiderschranks schlummerte, konnte diese ein Jahr lang den Behörden melden, ohne dafür strafrechtlich belangt zu werden. Letztlich handelte es sich um einen Versuch, um alle Verunsicherten zur Rückgabe der Waffe zu bewegen, die sich dies bislang aus Angst vor einer juristischen Strafe nicht getraut hatten.

Einbruchschutz präventiv nutzen

Gleichsam verweisen verschiedene Stellen immer wieder darauf, dass ein konsequenter Schutz vor Einbrechern nicht erst dann beginnt, wenn der Täter bereits im Haus ist. Viele verschiedene Techniken zielen stattdessen darauf ab, bereits den Zutritt zum Gebäude zu erschweren. Aus diesem Grund werden etwa Fenster und Türen verriegelt, die ansonsten binnen weniger Augenblicke hätten geöffnet werden können. Weiterhin ist es möglich, auf moderne Alarmsysteme zu setzen, um auch in der eigenen Abwesenheit zu jeder Zeit über die Gefahren informiert zu sein, die am Eigenheim lauern.

Nur sehr selten werden diese Chancen jedoch genutzt, um Wohneigentum abzusichern. Die praktische Betrachtung zeigt jedoch, dass gerade der Zutritt verwehrt bleiben sollte, um von einem gelungenen Schutz zu sprechen. Wurden diese Maßnahmen einmal getroffen, so ist es zu einem späteren Zeitpunkt noch immer möglich, an die persönliche Bewaffnung auf der Basis defensiver Motive zu denken. In vielen Fällen wird dies jedoch nicht mehr notwendig sein.
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