31.12.2018 30. Silvester Fackellauf Esslingen Jägerhaus

 Foto: Hauenschild

Wenn auf dem Gelände des Segelflugplatzes Jägerhaus zu Silvester das große Feuer brennt, pilgern Tausende zum traditionellen Silvester-Fackellauf.

EsslingenWenn auf dem Gelände des Segelflugplatzes Jägerhaus zu Silvester das große Feuer brennt, pilgern Tausende zum traditionellen Silvester-Fackellauf an der Römerstraße. Auf dem Gelände herrschte eine zauberhafte Stimmung. An mehreren Ständen konnten die Fackeln erstanden werden. Der Erlös aus dem Verkauf der Fackeln kommt der EZ-Weihnachtsspendenaktion zugute.

Während die Kinder stolz ihre Fackeln in der Hand hielten, waren die Eltern damit beschäftigt, ihnen einzubläuen, dass man mit Feuer nicht herumfuchtelt. „Feuer ist gefährlich. Macht das, was ich zeige Zuhause nicht nach“, hörte der Nachwuchs auch vom Kristallmagier Ruven Nagel. Auf dem Parkplatz verkürzte er den großen und kleinen Gästen die Zeit bis zum Stark des Fackellaufs mit allerlei feurigen Kunststücken. Oberbürgermeister Jürgen Zieger überbrachte die verfrühten Neujahrswünsche und bezog sich in seiner Ansprache auf die Botschaft von Astronaut Alexander Gerst. Der hatte aus dem Weltraum Bilder geschickt, die den Klimawandel zeigen. Das Esslinger Stadtoberhaupt forderte: „Wir müssen jetzt anfangen, dem Klimawandel entgegen zu wirken.“ Der Bürgermeister lobte die Organisatoren des Fackellaufes: „Das ist eine Meisterleistung seit 30 Jahren.“

Karin Pflüger, Kopf des Organisationsteams der Traditionsveranstaltung, freute sich, dass erneut so viele Menschen zur Römerstraße gekommen waren. Zwar haben ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter nicht genau gezählt. Doch die erwartete Zahl von 3000 Teilnehmern sei übertroffen worden. So startete dann auch ein beachtlicher leuchtender Lindwurm Richtung Esslinger Höhenweg. Auch der Himmel hatte ein Einsehen: Der Nieselregen ließ nach, als rund 2000 Fackeln den Silvesterabend erhellten. Obwohl des die Möglichkeit gibt, den Fackellauf abzukürzen, wanderten praktisch alle bis zum CVJM-Gelände mit.

Da die Strecke über einige Kilometer führte, waren viele Kinder am Ende zwar ein wenig müde geschafft, aber dennoch glücklich. Denn ein paar Stunden später wartete daheim mit dem Silvesterfeuerwerk ein weiteres Spektakel auf sie.

Für die veranstaltenden Vereine war die 30. Ausgabe des Fackellaufes ein Erfolg: Ob Turnerschaft, Deutsches Rotes Kreuz oder Hockeyclub, alle waren mit Eifer dabei und unterstützten sich gegenseitig. Der Aero Club stellte das Gelände zur Verfügung, und an den Ständen verkauften Mitglieder der DLRG-Jugend, vom Aikido Club oder vom Kleingartenverein ihre Waren.

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