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Laut Interim Management Report 2019 sind selbstständige Fach- und Führungskräfte in Deutschland gefragt wie nie zuvor. Dabei sehen diese sich wachsenden Anforderungen gegenüber.

Immer mehr Unternehmen greifen auf selbstständige Manager zurück. Sie werden unter anderem deshalb angeheuert, weil man sich von ihnen einen unvoreingenommenen Blick auf Herausforderungen erhofft, der dabei hilft, Lösungen zu finden und Potenziale zu identifizieren.

Ein Drittel des Auftragsvolumens hat in der Interim-Management-Branche heutzutage mit Change Management zu tun, insbesondere mit der Digitalisierung. Selbstständige Fach- und Führungskräfte mit Expertise in der Realisierung digitaler Strategien sind dadurch die gefragtesten Interim Manager. Wer nicht genügend digitales Know-how mitbringt, bleibt dagegen auf der Strecke.

Auch in anderer Hinsicht müssen Manager auf Zeit heutzutage steigenden Ansprüchen gerecht werden. Wer lediglich Schulenglisch beherrscht oder kaum nachweisliche Erfahrung mit ausländischen Kunden mitbringt, tut sich auf der Suche nach einem lukrativen Job in der gegenwärtigen Branche trotz positiver Entwicklungen meist schwer.

Aufwärtstrend dank Digitalisierung

Die digitale Revolution verändert die deutsche Arbeitswelt. Laut Boston Consulting Group ist die Bundesrepublik mittlerweile der zweitbeliebteste Arbeitsmarkt für digitale Fachkräfte. Kein Wunder, denn vor dem Hintergrund der digitalen Transformation sucht ein Großteil aller deutschen Unternehmen nach Fachkräften, die bei der Umstellung unterstützen.

Projektmanager mit IT-Affinität sind hierbei gefragter als reine IT-Experten, und die Zeitarbeit entsprechender Führungskräfte auf selbstständiger Basis erscheint strategisch oft sinnvoller als die Suche nach einem festangestellten Mitarbeiter. Zum einen kommt Unternehmen auf diese Weise der Erfahrungsschatz der Interim Manager zugute, der sie zu idealen Beratern macht. Zum anderen müssen die Führungskräfte auf Zeit nur so lange bezahlt werden, bis die Digitalisierungsstrategie umgesetzt oder auf den Weg gebracht ist, während für festangestellte Fachkräfte nach einem abgeschlossenen Projekt neue Aufgaben gefunden und weiter Gehälter gezahlt werden müssen.

Vorzüge wie die genannten erklären, wieso das Honorarvolumen selbstständiger Manager im vergangenen Jahr bei fast zwei Milliarden Euro lag. Fehlende Digital-Expertise erklärt der Arbeitskreis Interim Management Provider (AIMP) vor diesen Hintergründen zum Jobkiller: Interim Manager sind Change Manager und ohne Digitalisierung ist Change Management heutzutage kaum vorstellbar.

Die Kooperation mit branchenspezifischen Portalen wie interim-x.com ist für Interim Manager eine gute Möglichkeit, sich auf dem wachsenden und anspruchsvollen Markt zu positionieren, sich an das passende Unternehmen vermitteln zu lassen und attraktive Projekte zu akquirieren. Dafür sollten sie Qualifikationen im Bereich Digitale Transformation unbedingt angeben und detailliert aufführen, auf welchen Erfahrungen ihre Expertise beruht.

Globalisierung erfordert Internationalität

Neben der Digitalisierung zählt auch die Globalisierung zu den Mega-Trends der Gegenwart. Unternehmen sehen sich heutzutage in immer kürzeren Abständen mit globalen Marktveränderungen konfrontiert, auf die sie unmittelbar reagieren müssen – ob es um die Kooperation mit Lieferanten oder den Vertrieb ihrer Produkte auf bisher unbekannten Märkten geht. Auch der Mittelstand beschäftigt sich zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit heutzutage mit Themen wie internationalem Einkauf und Produktionsverlagerung ins Ausland.

Erfahrene Interim Manager bringen in Unternehmen Kompetenzen ein, die bei der Umsetzung entsprechender Globalisierungsbestrebungen unterstützen. Nachweisliche Praxiserfahrung auf internationalen Märkten ist daher eine weitere Anforderung, die Interim Manager heute erfüllen müssen.

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