Timo Durst (in Rot) ist mit neun Treffern der Top-Torschütze der Neuhausener. Foto: Robin Rudel - Robin Rudel

Der TSV Neuhausen ist in der Handball-Baden-Württemberg-Oberliga die Mannschaft der Stunde. Gegen den TVS Baden-Baden lieferte das Team die nächste starke Vorstellung.

NeuhausenEs läuft beim TSV Neuhausen – und wie. Beim 34:23 (16:11) gegen den TVS Baden-Baden gelang dem Team von Trainer Markus Locher der dritte Sieg in der Handball-Baden-Württemberg-Oberliga mit mehr als zehn Toren Vorsprung hintereinander. „Wir haben es absolut überragend gemacht“, schwärmte Locher. Vor allem für den Neuhausener Defensivverbund hatte der Coach nur Lob übrig: „Das Zusammenspiel von Abwehr und Torhüter passt zurzeit einfach. Das war auch der Schlüssel zu diesem wichtigen Erfolg.“

Durch den Sieg festigten die MadDogs Platz zwei hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer SG Pforzheim/Eutingen. Gegner Baden-Baden war vor diesem Spieltag noch punktgleich mit dem TSV – umso eindrucksvoller der deutliche Erfolg und eine Ansage an die Konkurrenz um den Aufstieg. Dieser scheint in der aktuellen Form für den Drittliga-Absteiger mehr als realistisch.

Dabei sah es anfangs noch überhaupt nicht nach einem hohen Sieg aus. Im Gegenteil: Beide Teams schenkten sich nicht viel, es entwickelte sich eine enge und umkämpfte Partie. Auf Neuhausener Seite überzeugten zu Beginn vor allem Kapitän Hannes Grundler und Kreisläufer Leon Pabst. Die Beiden erzielten jeweils drei der ersten sechs Tore der Gastgeber. In der Folge traf auch Spielgestalter Timo Durst, der einen überragenden Tag erwischte, das eine oder andere Mal. Doch bis zum 10:10 in der 20. Minute blieb die Partie eng. Was dann folgte, war Handball wie aus einem Guss.

Initialzündung war eine Unterzahl der Neuhausener, während der Torhüter Magnus Becker zwei freie Würfe hielt und auf der anderen Seite der Ball zweimal den Weg ins Tor fand. Die Gastgeber starteten einen 6:0-Lauf , Baden-Baden fand offensiv gegen eine bärenstarke TSV-Abwehr überhaupt keine Lösungen mehr. Und wenn doch, zeigte Becker seine Klasse. Es dauerte neun Minuten, bis Baden-Baden in Person von Christian Fritz per Siebenmeter wieder aufs Scoreboard kam.

„Lassen nie nach“

Wer nach der Pause eine Aufholjagd erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Neuhausen lief nun einen Gegenstoß nach dem anderen und begann den zweiten Spielabschnitt mit einem schnellen 6:1-Lauf – die Vorentscheidung. Grundler sah darin das derzeitige Erfolgsgeheimnis des TSV: „Wir lassen nie nach, auch wenn wir fünf, sechs Tore führen. Wir wollen immer den höchsten Sieg.“

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