Machbarkeitsstudien sollen in den Kreisen Waldshut und Lörrach durchgeführt werden. (Symbolbild) Foto: dpa/Peter Steffen

In Baden-Württemberg soll der öffentliche Nahverkehr bis zum Jahr 2030 verdoppelt werden. Dafür könnten unter anderem stillgelegte Bahnstrecken reaktivier werden. Nun kommt Bewegung in die Sache.

Waldshut/Lörrach - Dass künftig wieder Züge auf drei stillgelegten Bahnstrecken in Südbaden fahren, wird ein Stück wahrscheinlicher. Mit Geld vom Land soll überprüft werden, ob die knapp 20 Kilometer lange Wehratalbahn, ein Abschnitt der Wutachtalbahn und die etwa 13 Kilometer lange Kandertalbahn reaktiviert werden könnten, teilte das Landesverkehrsministerium am Freitag mit. Das Land trage drei Viertel der Kosten für diese sogenannten Machbarkeitsstudien in den Kreisen Waldshut und Lörrach. Das Geld stammt aus einem Topf, mit dem solche Studien gefördert werden.

Aus unserem Plus-Angebot: Studie zur Reaktivierung von Bahnstrecken – Großes Interesse an stillgelegten Gleisen

Schon zuvor sei den Strecken ein „mittleres bis hohes Fahrgastpotenzial“ bescheinigt worden. Jetzt gehe es darum, die Kosten für die Wiederaufnahme des Zugverkehrs zu ermitteln. Das Land Baden-Württemberg hat sich nach Ministeriumsangaben das Ziel gesetzt, den öffentlichen Nahverkehr bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Ein wichtiger Beitrag sei die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken. Die Wehratalbahn verbindet Schopfheim und Bad Säckingen, die Kandertalbahn Haltingen und Kandern.

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