Der Einsatz in Feuerbach ist noch nicht abgeschlossen. Foto: Andreas Rosar

Die Ursachensuche der Feuerwehr bei einem Dehnfugenbrand in Feuerbach gestaltet sich langwierig. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Hotels ist eine Lösung gefunden.

250 Personen haben am Montagnachmittag ein als Unterkunft für Geflüchtete genutztes Hotel an der Feuerbacher Siemensstraße verlassen müssen. Sie wurden über Nacht in zwei Turnhallen untergebracht. Am Dienstag hat die Stadt eine Lösung, wo sie bis auf weiteres wohnen werden: Sie ziehen in ein anderes Hotel um.

Die Feuerwehr sucht am Dienstag noch immer nach der Ursache der starken Rauchentwicklung an dem Gebäude, wegen der sie am Montag alarmiert worden war. „Das kann lange dauern, man muss die Wände an vielen Stellen aufbrechen und absuchen“, erläutert der Feuerwehrsprecher Daniel Anand. Dass es sich um einen Dehnfugenbrand handelte, hatte bereits am Montag festgestanden.

Sußmann: „Verantwortung und Solidarität in schwierigen Zeiten“

Die Menschen, die in dem Hotel wohnten, wurden provisorisch über Nacht in zwei Sporthallen untergebracht: in der Ballspielhalle in Botnang und in der Flatow-Halle in Wangen. Die Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann sagte über die Arbeit der Rettungskräfte in den zurückliegenden Stunden: „Der Einsatz der vergangenen Stunden steht beispielhaft für das hohe Maß an Verantwortung, Solidarität und sozialem Engagement in unserer Stadt. Mein besonderer Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe, DLRG, THW, Freiwilliger Feuerwehr sowie den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und der SSB AG. Ihnen allen ist es unter schwierigen Bedingungen gelungen, die Geflüchteten in Sicherheit zu bringen und zu versorgen. Die Notunterbringung in einem anderen Hotel kann aber keine Dauerlösung sein.“

Die Feuerwehr hat noch keine Entwarnung gegeben. „Es handelt sich um eine Dehnfuge innerhalb des Gebäudes, zwischen zwei Wänden“, erläutert Anand. Die Lücke sei mit Dämmmaterial gefüllt. Die Feuerwehr versuche, den Brand in der Fuge mit Löschlanzen zu bekämpfen.

Ursachensuche gestaltet sich schwierig

Der Alarm war am Montag gegen 16 Uhr eingegangen. Die Feuerwehr war bis gegen 18 Uhr im Einsatz, zunächst sei keine Rauchentwicklug mehr zu sehen gewesen. Später am Abend schlug der Betreiber des Gebäudes wieder Alarm, weil wieder Rauch zu sehen war. „Wäre der Alarm nicht gekommen, hätten wir trotzdem in regelmäßigen Abständen nachgeschaut“, so Anand. Das sei bei Einsätzen dieser Art die Regel. „Man weiß ja, dass man noch nichts gelöscht hat, und setzt deswegen die Suche nach der Ursache fort.“

Die Einsatzlänge sei dabei nicht ungewöhnlich. Das könne sich erfahrungsgemäß über einen längeren Zeitraum ziehen, sagt Anand. Am Dienstagmittag war noch nicht klar, wie lange der Einsatz noch dauern würde. Am Vormittag war noch ein Dachstuhlbrand in Gaisburg dazugekommen, so dass die Feuerwehr an zwei Stellen in der Stadt parallel gefordert war.