(adi) - Manchen LesART-Fans wird die Zeit bis zum nächsten Festival ganz schön lang. Deshalb gehen die Esslinger Literaturtage im neuen Jahr in die Verlängerung. Los geht’s am 31. Januar mit Uwe Timm. Der erfolgreiche Autor, der schon häufiger bei der LesART zu Gast war und das Festival erklärtermaßen ganz besonders schätzt, wird in einem Nachklapp seinen neuen Roman „Ikarien“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 24 Euro) vorstellen, der in den ersten Tagen nach dem Zweiten Weltkrieg spielt: Der junge US-Offizier Michael Hansen reist nach München und soll heraus­finden, welche Rolle der Wissenschaftler Alfred Ploetz und sei­ne Gedanken zur so genannten „Rassenhygiene“ für das NS-Regime und seine Ideologie spielten. Zufällig begegnet er dem Dissidenten Wagner, einem früheren Weggefährten von Ploetz, der ins Konzentrationslager gesteckt wurde, nachdem er sich mit Ploetz überworfen hatte. Der US-Offizier erfährt Details zur Freundschaft der beiden Männer - und er erhält Einblick in jenen satanischen Pakt, den Ploetz mit den Nazis schloss.

Wenn der Stuttgarter Krimiautor Wolfgang Schorlau ein neues Buch veröffentlicht hat, darf er im Programm der LesART nicht fehlen. So ist das seit vielen Jahren, und die Wertschätzung, die Schorlau beim Esslinger Publikum genießt, ist mit den Jahren stetig gewachsen. Im Schauspielhaus der WLB wird er am 25. April seinen neuen Roman „Der große Plan“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 14.99 Euro) präsentieren, der eigentlich schon fertig sein sollte. Doch Schorlau ist bekannt dafür, dass er keine Krimis von der Stange schreibt, sondern spannende Geschichten erzählt, die einen sehr realen Hintergrund haben und bis ins Detail sauber recherchiert sind - und das braucht Zeit. Erneut setzt sich Schorlaus Lieblings-Ermittler Georg Deng­ler mit einem brisanten Thema auseinander - auf den Spuren des großen Geldes deckt er die Machenschaften der „Euro-Retter“ auf ...

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