Fußballgeschichte: Im TSF-Museum gibt es einiges zu entdecken. Foto: Screenshot

Im Internet gibt es eine Menge zu entdecken. Im Leonberger Adventskalender geht es heute ins Museum der TSF Ditzingen.

Unser elftes Adventsfensterchen dreht sich um Fußball, genauer gesagt um die TSF Ditzingen. Und was wäre der Sport mit dem runden Leder ohne seine ganz besonderen Geschichten. Viele davon werden hier, im TSF-Museum, erzählt.

Aus einem Sporting-Trikot wird ein TSF-Jersey

Eine geht so: Nachdem die TSF in der Saison 2008/09 aus der Verbandsliga abgestiegen waren, war das Geld knapp – und zwar derart, dass es nicht für neue Trikots reichte. Trainer Marco Buttice und Spieler Paulo Bayrak beschafften daraufhin („laut eigenen Angaben“, wie die Museumsmacher schreiben) direkt von Puma in Herzogenaurach Ersatz – und bezahlten selbst dafür. Kurios: Bei den grün-weiß gestreiften Jerseys handelte es sich um eine ausrangierte Trikotserie von Sporting Lissabon (vielen vielleicht unter anderem als Ex-Club von VfB-Star Krassimir Balakov, aber auch von Cristiano Ronaldo ein Begriff). Die Mutter von Trainer Buttice nähte daraufhin das TSF-Wappen über die Sporting-Embleme. Nachdem die Mannschaft In der Spielzeit 2009/2010 gleich noch einmal abstieg, durften die Spieler ihre Trikots als Erinnerungsstücke behalten. Im TSF-Museum lagern nun jene Shirts von Felix Todten und Thomas Lembeck.

Fast schon unzählig sind die Erinnerungsstücke an mal mehr, mal weniger glorreiche Tage des Vereins. Und sie können online angesehen werden. Speziell Fußballfans mit einer Leidenschaft für Trikots und ihre Geschichte dürften eine ganze Zeit vor dem Bildschirm verbringen. „Neben rund 2000 Fotos, Stadionheften, Statistiken, Autogrammkarten, Trikots, Wimpeln und vielem mehr besitzt das TSF Museum den größten Fundus an Memorabilia des Ditzinger Fußballsports“, schreibt Macher Marcel Dußling auf der Startseite. Er hat Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit bei verschiedenen Vereinen, im Fußball bei den TSF, der SKV Rutesheim, dem SGV Freiberg und dem FSV 08 Bissingen sowie im Eishockey bei den Bietigheim Steelers.

Museum sucht weiter nach Erinnerungsstücken

Kurzum: Wer sich für Fußballgeschichte in der Region interessiert, für den ist ein Besuch der Museums-Seite eigentlich fast Pflicht. Und wer bei sich zuhause noch Erinnerungsstücke an große oder weniger große Zeiten der TSF findet, der kann sich auch mit Dußling in Verbindung setzen. Denn, wie der „Archivar“ schreibt: „Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns diese in vertrauensvolle Hände geben würden, bevor sie irgendwann in Vergessenheit geraten.“ Denn das kann kein wirklicher Fußballfan wollen.

Im Internet ist das TSF-Museum unter www.tsf-museum.de zu finden. Dort gibt es auch einen Abriss über Dußlings Bezug zu TSF und seiner Motivation.

Adventskalender

Fensterchen
Dieser Text ist Teil des Adventskalenders für Leonberg und Umgebung – das Fensterchen Nummer 11.

Konzept
Geöffnet werden täglich „digitale“ Fensterchen, deren Inhalt vorgestellt wird – das können Online-Plattformen, Internetseiten, Youtube-Videos oder öffentliche Gruppen in den Sozialen Medien sein.