Der zuletzt abgesagte Krämermarkt rund um die Echterdinger Stephanuskirche soll im Februar wieder stattfinden.
Die Wogen schlugen hoch, als der Martini-Krämermarkt rund um die Echterdinger Stephanuskirche am 6. November ausfiel. Nun hat der Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell angekündigt, dass der Krämermarkt im Februar wieder stattfinden soll. „Das war ein Fehltritt“, sagte er im jüngsten Sozialausschuss über die unangekündigte Absage des Marktes im vergangenen November. Wie berichtet, fiel der Martinimarkt für viele Menschen überraschend aus. Erst im Nachhinein lieferte die Stadt eine öffentliche Erklärung zu den Gründen.
Es war nicht die Absage allein, die wohl viele Menschen irritierte, sondern auch die fehlende Kommunikation im Vorfeld. Gastronomen in der Umgebung des Marktplatzes stellen sich an den Markttagen auf hohe Besucherzahlen ein. Viele Gäste flanieren erst über den Markt, kaufen vielleicht einen Besen, Gewürze, Textilien oder einen neuen Kamm und besuchen anschließend eines der örtlichen Traditionslokale wie den Ochsen, die Ratsstuben, das Paulaner oder die Gaststätte Hirsch. Die Restaurants hätten an dem Tag allerdings trotz abgesagtem Martinimarkt viele Gäste gehabt, berichtete ein Augenzeuge. Das Thema Nummer eins an den Tischen sei dann der abgesagte Markt gewesen.
Bürgermeister enthüllt Gründe für Marktabsage im November
Erst danach erklärte der Bürgermeister Carl-Gustav Kalbfell die Hintergründe. Die Kosten für Security und Absperrungen wären vermutlich hoch gewesen. Die Verwaltung sei sich ferner unsicher gewesen, welche Sicherheitsauflagen überhaupt zu erfüllen gewesen wären. Außerdem habe das Rathaus ein Personalproblem auf der Verkehrsbehörde.
Deshalb habe es die Idee gegeben, den Krämermarkt künftig zusammen mit dem Echterdinger Fleckabaatsch oder dem Bürgerfest stattfinden zu lassen. Es habe aber viele Rückmeldungen gegeben, dass das keine gute Idee sei, erklärte der Bürgermeister Kalbfell nun. Auch im Gemeinderat und seinen Ausschüssen war die Absage ein Thema. Vertreter mehrerer Fraktionen wiesen auf die lange Tradition des Marktes hin, der ursprünglich ein Schweine- und Viehmarkt gewesen sein soll.
Rathaus plant Maßnahmen gegen sinkende Nachfrage beim Krämermarkt
Traditionell findet der Krämermarkt zwei Mal im Jahr in Echterdingen statt. Einmal am zweiten Donnerstag im Februar und dann noch einmal am Donnerstag nach dem 1. November. Allerdings habe die Zahl der Stände zuletzt abgenommen, berichtet Kalbfell. „Es gab immer weniger Nachfrage“, meint er. Um den Markt sowohl für die Betreiber als auch für die Besucher wieder attraktiver zu machen, sei das Rathaus im Austausch mit den Marktbeschickern.
Darüber hinaus seien die Krämermärkte auch ein Thema für das Stadtmarketing. „Es ist gelebte Wirtschaftsförderung“, sagt der Bürgermeister. Der Markt bringe auch den umliegenden Geschäften und der örtlichen Gastronomie Kundschaft. Um im Februar möglichst viele Menschen anzusprechen, soll neben einem neuen Marktkonzept auch die Werbung intensiviert werden.