Leinfelden hat eine gute ÖPNV-Anbindung. Ein richtiges Zentrum gibt es dort aber bisher nicht. Foto: Caroline Holowiecki

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen profitiert von der Städtebauförderung des Landesministeriums. Mit dem Geld will sie in Leinfelden den Sprung über die Gleise wagen.

Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen stellt den Kommunen in diesem Jahr 270,63 Millionen Euro für städtebauliche Maßnahmen zur Verfügung. Damit sie ihre Städte an wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Veränderungen anpassen können. Auch Leinfelden-Echterdingen profitiert von dieser Förderung. Die Stadt erhält 900 000 Euro für den Bereich Leinfelden Mitte. Dort soll ein neues Sanierungsgebiet entstehen. Nach Beschluss der Sanierungssatzung, der noch aussteht, wird es in Leinfelden-Echterdingen dann mit der „Historischen Mitte Echterdingen“ und der „Ortsmitte Musberg“ drei Sanierungsgebiete geben.

Vorbereitende Untersuchungen hat es zur Leinfelder Mitte bereits gegeben, erinnert Bürgermeister Benjamin Dihm. Die Ergebnisse wurden im Oktober 2024 präsentiert. Ziel ist es demnach unter anderem ein attraktives Stadtzentrum in Leinfelden zu schaffen, das als Ankunftsort und Mobilitätsdrehscheibe dient. Sowohl das Wohnen als auch das Arbeiten und die Versorgungsfunktion des Zentrums sollen verbessert werden. Im Norden des Sanierungsgebiets soll eine neue Feuerwache gebaut werden. Für ein Grundstück zwischen der Max-Lang-Straße und den Gleisen ist der Bau eines zentralen Rathauses im Gespräch. Die Firma Bosch hatte angekündigt, ihr Betriebsgelände umzubauen und vielleicht Teile des Geländes der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Im Oktober 2025 hat die Stadt beim Ministerium einen Antrag auf Neuaufnahme in das Städtebauförderungsprogramm gestellt. Den positiven Bescheid erhielt die Stadt vor wenigen Tagen. „Aus der vorbereitenden Untersuchung haben sich eine Reihe von städtebaulichen Missständen ergeben, die durch den Einsatz der Städtebaufördermittel beseitigt werden sollen“, erklärt Dihm. Die Summe von 900 000 Euro könne auch noch erhöht werden.

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen hat in Kooperation mit dem Unternehmen Robert Bosch GmbH eine Mehrfachbeauftragung mit drei Planer-Teams durchgeführt. Unter dem Titel „Urbane Mitte Leinfelden – Sprung über die Gleise“ wurden die Bereiche östlich und westlich der Gleise betrachtet. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden am am 12. März, von 18 Uhr an, in der Filderhalle erstmals öffentlich vorgestellt.