Elf Medaillen und Bestleistungen: Die Athletinnen und Athleten aus dem Kreis überzeugen bei den baden-württembergischen Hallenmeisterschaften.
Titelkämpfe, letzte Qualifikationschancen für die deutschen Hallenmeisterschaften und starke Leistungen: Bei den baden-württembergischen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen sowie der Jugend U 20 und U 18 präsentierten sich die Leichtathletinnen und Leichtathleten aus dem Kreis Esslingen in der Karlsruher Europahalle in Topform. Mit elf Medaillen und zehn weiteren Top-sechs-Platzierungen fiel die Bilanz trotz krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle äußerst positiv aus.
Moritz Eisold ist Baden-Württembergischer Meister
Baden-württembergischer Meister wurden Moritz Eisold (LG Filder) im Weitsprung der Männer mit neuer persönlicher Hallenbestleistung von 7,05 Metern, Jonathan Hummel (LG Leinfelden-Echterdingen), der sowohl im Stabhochsprung der männlichen Jugend U 18 mit fünf Metern als auch über 60-Meter-Hürden mit neuer persönlicher Bestleistung von 8,17 Sekunden glänzte, sowie Sören Butter (LG Filder) im Hochsprung der männlichen U 20 mit 1,88 Metern.
Beeindruckend waren vor allem die beiden Auftritte des 17-jährigen Youngsters Jonathan Hummel, der erst am Freitagabend beim Leichtathletik-Kreistag für seine überragenden Leistungen im Jahr 2025 als „Sportler des Jahres“ der Altersklasse U 18 geehrt wurde. Der Titelverteidiger und deutsche U-18-Meister des vergangenen Jahres übersprang innerhalb von nur sieben Tagen gleich zweimal die Höhe von fünf Metern und steigerte dabei seinen eigenen Kreisrekord um acht Zentimeter.
Mit der 32-jährigen Leinfeldenerin und mehrfachen Deutschen Meisterin Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart), die souverän den Stabhochsprung-Titel bei den Frauen mit starken 4,55 Metern gewann, hat Hummel eine Heim-Trainerin zur Seite. Trotz guter Zeiten über 800 Meter in 1:54,46 Minuten und über 1500 Meter in 3:58,03 Minuten konnte der 20-jährige Janne Henschel (LG Filder) in der Männerklasse mit den Plätzen fünf und sechs nicht in die Medaillenränge eingreifen. Die Titel gingen an die Favoriten Tim Holzapfel (LV Pliezhausen/1:51,11) und Jens Mergenthaler (LG Nordschwarzwald /3:46,96).
Erst Mitte Januar drückte die 17-Jährige Lara Beinlich (LG Filder) bei einem Meeting in Sindelfingen ihre Bestzeit über 800 Meter auf 2:12,54 Minuten. In Karlsruhe verpasste Beinlich, die von ihrem Vater Jörg trainiert wird, in 2:15,31 Minuten als Vierte der weiblichen U 20 nur um 22 Hundertstelsekunden eine Medaille. Besser lief es über 400 Meter in persönlicher Bestzeit von 58,86 Sekunden und dem Gewinn der Bronzemedaille. Es siegte Leni Hirt (LG Nordschwarzwald/2:13,15).
Emilia Gramlich holt Silber im Dreisprung
Für Silber-Überraschungen sorgten Emilia Gramlich (LG Esslingen) im Dreisprung der weiblichen U 18 mit 11,21 Metern hinter der neuen Titelträgerin Nazanin Maktabi (LG Offenburg/11,87), Franziska Blessin (LG Filder) über 60-Meter-Hürden der weiblichen U 20 in 8,30 Sekunden (bisher 8,41) hinter Ricarda Lobe (MTG Mannheim/8,19) sowie die Nellingerin Klara Kilb (LG Filder) über 1500 Meter der weiblichen U 18. Zwei Runden lang überraschte Kilb an der Spitze, doch dann übernahm Aurelia Lehr (SV Feuerbach/4:48,18) bis ins Ziel vollends das Geschehen. Für Kilb stand am Ende eine neue Bestzeit von 4:50,16 Minuten (bisher 4:54,31) zu Buche, die zur Teilnahme an den deutschen Jugendmeisterschaften reicht.
Spannend machte es die Deizisauerin Alia Schwarz im Dress des VfB Stuttgart im Dreisprung der Frauen: Die 20-Jährige schied nach zwei Fehlersuchen fast aus, glänzte dann im dritten Durchgang mit einer neuen Bestleistung von 12,07 Metern (bisher 11,68) und kam mit dieser Weite auf Platz zwei hinter ihrer Teamkameradin Mia-Sophie Haase (12,48).
Pech hatte die 17-jährige Nellingerin Isabel Paule über 200 Meter der weiblichen U18, die über 200 Meter in 25,78 Sekunden das Podest nur um zwei Tausendstelsekunden verpasste. Über 60 Meter Hürden der U 18 schaffte es die Sulzgriesenerin Emilia Gramlich bis ins Finale, in dem die 15-Jährige in 9,24 Sekunden Achte wurde. Patricia Blessin (LG Filder) kam in neuer Bestzeit von 9,06 Sekunden auf den 6. Platz.