Der Hochspringer der LG Filder landet bei den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften auf Platz vier. Aileen Kuhn verteidigt bei den Winterwurfmeisterschaften ihren Hammerwurf-Titel.
Hammerwerferin Aileen Kuhn aus Wendlingen hat ihren deutschen Winterwurf-Titel erfolgreich verteidigt. Daneben gab es im Dauerregen im Sindelfinger Floschenstadion sowie bei den deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften unter dem Dach des Glaspalastes weitere gute Ergebnisse von Leichtathletinnen und Leichtathleten aus dem Kreis Esslingen.
Die 23-jährige Kuhn im Dress von Eintracht Frankfurt zeigte eine konstante Serie von Würfen jenseits der 65 Meter. Mit 68,29 Metern setzte die U-23-Europameisterin von 2025 (Bestleistung 72,53 Meter) im 2. Durchgang die Siegesweite ins Rund. Knapp dahinter holte ihre Vereinskameradin Samantha Borutta mit 67,97 Metern Silber, Bronze ging an Johanna Marrwitz (LG München/65,17). „Für die Bedingungen ist das Ergebnis okay, darauf lässt sich aufbauen“, lautete Kuhns kurze Analyse.
Schon die Teilnahme ist ein Traum
Mit einem genialen Wurf und einem perfekten Sprung lösten zwei 17-Jährige Begeisterung aus: Lukas Melzer von der LG Teck im Hammerwerfen mit einer Weite von 59,54 Metern, Sören Butter von der LG Filder im Hochsprung mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 1,99 Metern. Beide Leistungen reichten am Ende zum 4. Platz in der männlichen Jugend U 20, der sie seit diesem Jahr angehören. Für Butter vom TSV Köngen war der 10. Januar ein richtungsweisender Tag. Mit 1,96 Metern war er in Ulm nicht nur eine neue persönliche Bestleistung gesprungen, sondern qualifizierte sich mit dieser Höhe auch für die „Deutschen“. Ein Traum ging für ihn damit früher als gedacht in Erfüllung. Beflügelt von dieser Leistung, machte sich Butter keinen Kopf über die Konkurrenz, die ihn im Glaspalast erwartete. So stieg er mit einer Portion Lockerheit und Zuversicht bei 1,85 Metern ins Geschehen ein, überzeugte anschließend mit Sprüngen über 1,90 und 1,95 Meter, war aber auch fokussiert und kämpferisch, als es darum ging, die Höhe von 1,99 Metern, die er noch nie übersprungen hatte, nach zwei Fehlversuchen zu meistern – was schließlich gelang.
Selbst die nächste Höhe von 2,03 Metern schien für Butter an diesem Tag möglich zu sein, doch er scheiterte drei Mal knapp. Am Ende gab es in Jan Ungeheuer (TK Grevenbroich) und Johannes Böcher (USC Mainz) zwei Titelträger, die mit der gleichen Anzahl von Gesamtsprüngen die 2,07 Meter überquerten. Dritter wurde Lasse Zumsande (LG Emstal/2,03).
Hammerwerfer Lukas Melzer (LG Teck) hat schon mehrfach bewiesen, dass er auch bei schlechtem Wetter weit, konstant und verlässlich werfen kann. Bei seinem Wettkampf in Sindelfingen kämpfte er sich nach einer soliden Anfangsweite von 55,60 Metern im regennassen Ring immer besser in den Wettkampf rein. Nach einer kontinuierlichen Steigerung auf 59,54 Meter im vierten Durchgang verbesserte sich Melzer dann nicht mehr. Seine Bestleistung von 61,31 Metern, die er Anfang Februar in Frickenhausen bei seinem Sieg bei den Landesmeisterschaften aufgestellt hatte, hätte zwar zu Bronze gereicht, doch der Kirchheimer war mit dem Ergebnis absolut zufrieden. Den Winterwurf-Titel sicherte sich im letzten Durchgang Matti Hummel, der jüngere Bruder von Hammerwurf-Vize-Weltmeister Merlin Hummel, der mit 71,57 Metern zum ersten Mal die 70-Meter-Marke übertraf. Silber ging an Mitfavorit Max Baier (Fränkisch Crumbach/69,56), Bronze an Bruno Wedemann (Erfurter LAC/61,13).
Klara Kilb so schnell wie noch nie
Im Stabhochsprung konnte Jonathan Hummel (LG Leinfelden-Echterdingen) nicht an seine zuletzt gezeigten Höhenflüge (Bestleistung 5,00 Meter) anknüpfen. Der 17-Jährige tat sich bereits bei seiner selbst gewählten Anfangshöhe von 4,55 Metern und den anschließenden 4,70 Metern schwer. Für beide Höhen musste der Leinfeldener in den 3. Versuch. Nach einem guten Sprung über 4,80 Meter, was zum 5. Platz reichte, war dann allerdings Schluss. Den Titel holte sich Ben Duwenbeck (LG Olympia Dortmund) mit 5,15 Metern vor Nikolas Tietze (SV Halle/5,10) und Ben Kribelbauer (LAZ Zweibrücken/5,00).
Mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 4:47,37 Minuten über 1500 Meter der weiblichen U 20 (bisher 4:50,16) lief Klara Kilb (LG Filder) auf den 15. Platz. Das Finale der besten zwölf verpasste die Nellingerin nur um zwei Sekunden.