Selbst ein knallharter Agent wie James Bond streckt angesichts des Corona-Virus lieber die Waffen. Foto: Universal Pictures

Überall in der Welt müssen Filmtheater derzeit schließen. Das trifft nicht nur die Kinobetreiber, sondern die Filmbranche insgesamt hart. Lange geplante Filmstarts werden verschoben, Dreharbeiten werden abgesagt, dafür erlebt das Heimkino eine neue Renaissance.

Esslingen - Er hat noch nie einen Gegner gefürchtet, übernahm die riskantesten Aufträge und scheute kein Risiko. Nun hat James Bond, der berühmteste Geheimagent Ihrer Majestät, zum ersten Mal die Waffen gestreckt: Mit dem Corona-Virus mag nicht einmal er es aufnehmen. Eigentlich sollte „James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben“ Anfang April in die Kinos kommen und dort die Kassen mindestens so munter klingeln lassen wie seine 24 Vorgänger. Doch der Hollywood-Gigant Universal Pictures zog schon Anfang März die Notbremse und verschob den Kinostart auf 12. November. Manche spekulierten anfangs noch, dass es weitere Turbulenzen bei der Produktion des Geheimagenten-Streifens gegeben hätte, doch als der Verleih nebulös von einer Reaktion auf die Entwicklungen am globalen Kinomarkt sprach, war jedem klar, dass James Bond im Angesicht von Corona lieber auf Nummer sicher und wirtschaftlichen Einbußen aus dem Weg gehen wollte. Damit ist er nicht alleine: Reihenweise haben Filmverleiher rund um den Globus in den vergangenen Wochen geplante Filmstarts abgesagt. Manche hoffen auf eine rasche Entspannung der Lage und wollen es bereits in einigen Wochen wieder versuchen. Andere peilen eher den Herbst für ihre großen Kinopremieren an. Besonders Vorsichtige haben sogar erst das kommende Jahr im Blick.

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