Ein Päckchen im Hausflur – für Langfinger sehr verlockend (Symbolbild). Foto: antje2810/stock.adobe.com

Wenn Paketdienste die Päckchen im Hausflur abstellen, lockt dies offenbar auch Langfinger an. Ein Fall in Stuttgart-West konnte aber schnell geklärt werden.

Stuttgart - Der Mann hat ein Auktionshaus im Westen und daher ein sensibles Gespür für angelieferte Päckchen, die im Hausflur abgelegt schnell verschwinden können. „Da muss man auch für die Nachbarn die Augen offen halten“, sagt Andreas von Brühl. Sehr zum Leidwesen eines 43-jährigen Paketdiebs, der am Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus an der Seyfferstraße leichte Beute witterte – und ein 90 mal 20 mal 30 Zentimeter großes Paket mitgehen lassen wollte. Dabei wurde er aber vom 34-jährigen Auktionator ertappt – und mit einem lauten Schreien in die Flucht geschlagen. „Das Päckchen war für den Nachbarn oben bestimmt“, sagt von Brühl, „und dieser Mann hatte es in seine Einkaufstasche gesteckt.“

Entkommt der Täter in einem Bus?

Der Täter flüchtete und warf die Beute weg – doch der Zeuge eilte ihm hinterher. Die Jagd ging vorbei an einem Nachbar mit Hund, der den Dieb nicht aufhalten konnte, quer durchs Quartier zu einer Haltestelle, wo der Dieb in einen Linienbus einstieg. Dort musste er aber gleich wieder raus, weil sein Verfolger den Busfahrer aufhielt. Das Laufduell endete am Stadtbahn-Halt Schwab-/Bebelstraße. „Eine alarmierte Streife hat den 43-jährigen Tatverdächtigen festgenommen“, heißt es bei der Polizei.

Und das wäre die Beute gewesen...

„Dass Pakete immer seltener an der Wohnungstür abgegeben werden, ist ein echtes Problem“, sagt der Bestohlene. Umso mehr freut er sich über den Fahndungserfolg seines Nachbarn. Die Beute, eine Designerlampe im Wert von über 300 Euro, hat den Vorfall unbeschadet überstanden.