Spannung garantiert: In dem Labyrinth aus Gängen steht man oft unvermittelt vor Gegenspielern. Foto: Ines Rudel

Im Frühjahr lechzt man förmlich nach Action und Bewegung, aber gelegentlich macht der April mit Schmuddelwetter den geplanten Ausflug in die Natur zunichte. Die Esslinger Lasertag-Halle bietet eine überdachte Alternative.

Neonfarben, Laser und elektronische Musik: So lässt sich die popkulturelle Vision der 80er Jahre von der Zukunft wohl zusammenfassen. Das Jahrzehnt, in dem Filmklassiker wie Tron, Running Man und Dune die Kinocharts stürmten – Science Fiction lag voll im Trend. In dieser Zeit eröffneten die ersten Lasertag-Hallen. Noch heute versprüht das Spiel den Charme der 1980er.

Wie funktioniert Lasertag?

Das Spiel ist recht simpel: Es gibt zwei Teams. Wer am Ende einer 20-minütigen Runde mehr Punkte hat, der gewinnt. Jeder der maximal 18 Spieler trägt einen sogenannten Tagger und Sensoren an Brust, Schultern und Rücken. Mit dem Tagger können „Laserschüsse“ auf die Sensoren oder den Tagger der Gegenspieler abgegeben werden. Bei jedem Treffer erhält man fünf Punkte. Wird man getroffen, werden drei Punkte abgezogen. „Insgesamt hat man fünf Leben“, erklärt Jessy Sanwald, Mitarbeiterin der Laserbase. „Wenn die aufgebraucht sind, muss man durch die Homebase laufen, um sie wieder aufzuladen.“ Man sei also keineswegs ausgeschieden. Bei der Homebase handelt es sich um den Startpunkt des jeweiligen Teams. Dort zeigt auch ein Bildschirm den aktuellen Punktestand. Gespielt wird in der Esslinger Laserbase in einer 400 Quadratmeter großen Halle, durch die sich labyrinthartige Gänge ziehen.

Durch den Einsatz von UV-Licht und Neonfarben hat man tatsächlich das Gefühl, in einem Lasergefecht auf einem Raumschiff zu sein. Während die Wände auf einer Seite der Halle bis zur Decke reichen und man nicht weiß, hinter welcher Ecke der nächste Gegner lauert, werden sie zur anderen Seite deutlich flacher. Das erlaubt Gefechte über weitere Distanzen.

Für wen ist das Spiel geeignet?

„Im Gegensatz zu Paintball, das erst ab 18 Jahren erlaubt ist, kann man Lasertag schon ab zwölf Jahren spielen. Zudem ist es völlig ungefährlich und schmerzfrei“, sagt Sanwald. „Das Tolle an diesem Spiel sind die verschiedenen Gruppen, die sich hier begegnen und zusammen als Team spielen“. Der Name Lasertag sei etwas irreführend, da die Tagger über Infrarot funktionieren und nicht, wie der Name vermuten lässt, über Laser. Zwar gebe es einen Ziel-Laser, dieser sei jedoch äußerst schwach und diene nur der Orientierung – also keine Gefahr für die Augen. Für Menschen mit Epilepsie sei es wegen der bunten Lichter auf dem Spielfeld ratsam, vor einem Spiel das Feld einmal abzugehen, um zu testen, ob man sich ein Spiel zutraut.

Ansonsten sei es für jeden geeignet. „Wir haben hier oft Kindergeburtstage, Junggesellen- und Jungesellinnenabschiede. Der älteste Spieler hier war 82 Jahre alt“, erzählt Sanwald. „Zwar ist eine gewisse Grundkondition von Vorteil, aber auch wenn man nicht sonderlich fit ist, kann man einfach campen.“ Das bedeute, sich einfach zu verstecken, um auf vorbeikommende Gegenspieler zu warten.

Welche Tipps gibt es für Lasertag-Einsteiger?

Dunkle Kleidung ist vorteilhaft, da helle Stoffe unter dem UV-Licht leuchten und einen zu einem leichten Ziel machen. Zudem sind bequeme Schuhe und Wechselkleidung sinnvoll, da man bei dem anstrengenden Spiel ins Schwitzen kommt. Ein Blick auf die Internetseite und eine Vorabbuchung sind vor einem Besuch empfehlenswert, da man prüfen kann, zu welchen Uhrzeiten die Halle vielleicht ausgebucht ist oder für ein exklusives Spiel reserviert wurde. Melden sich zu wenige Spieler für zwei Mannschaften an, besteht die Möglichkeit im Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ zu spielen.

Was bietet die Laserbase sonst noch?

Bereits im Vorraum der Esslinger Laserbase kommen bei einigen Besuchern nostalgische Gefühle auf beim Blick auf einen Flipperautomaten und einen Arcade-Automaten mit sämtlichen Spieleklassikern wie Pacman, Space Invaders und Frogger. Damit bleibt das Retro-Gefühl auch zwischen zwei Spielrunden erhalten. Zudem werden Getränke angeboten.

Kosten und Anfahrt?

Ein Spiel kostet neun Euro pro Person und dauert 20 Minuten. Die Laserbase Esslingen liegt in Esslingen-Zell und kann mit dem Bus der Linie 104 erreicht werden, die halbstündlich verkehrt – Haltestelle Röntgenstraße. Alternativ gibt es vor Ort auch Parkplätze.

Wo gibt es noch Lasertag-Hallen?

Neben der Esslinger Laserbase gibt es einen weiteren Laserbase-Standort in Sindelfingen. Im Raum Stuttgart findet man weitere Hallen: beispielsweise Power Laser in Stuttgart-Stammheim, die Lasertag Arena in Kornwestheim und die Lasertag Elite in Weinstadt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde aus unserem Archiv neu veröffentlicht. Die Erstveröffentlichung war am 2. Januar 2023. Öffnungszeiten und Preise wurden aktualisiert.

Etwas erleben, auch wenn das Aprilwetter nicht mitspielt

Öffnungszeiten
Die Spielhalle in Esslingen hat von Montag bis Freitag von 17 bis 23 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags öffnet die Laserbase bereits um 10 Uhr und sonntags allerdings nur bis 21 Uhr. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite: www.laserbase-es.de.