Ralph Kittl geht es nicht zuletzt um Generationengerechtigkeit. Foto: privat

Der Kirchheimer FDP-Kandidat Ralph Kittl sieht seine Schwerpunkte in den Bereichen Digitalisierung, Mobilität und Bildung.  

Kirchheim unter Teck - Das Licht der Öffentlichkeit hat Ralph Kittl bis jetzt nicht allzu sehr gesucht. Innerhalb seiner Partei muss der FDP-Landtagskandidat für den Wahlkreis Kirchheim jedoch ein gutes Bild abgegeben haben. Zumindest wurde der 44-Jährige im vergangenen Sommer bei der Nominierungsversammlung – bei einer Enthaltung – einstimmig gewählt. Kittl gehört als Beisitzer dem Kreisvorstand der Liberalen an und sieht sich, wie auf seiner Homepage zu lesen ist, als einer „Aus der Mitte für die Mitte“. Um genau zu sein, zieht er mit dem griffigen Slogan „Die Mitte“ in den Wahlkampf, um am 14. März ein Mandat zu erobern.

Dass an dieser Bezeichnung etwas dran ist, zeigt ein Blick auf die Vita des verheirateten Familienvaters. Der gelernte Bankkaufmann lebt mit seiner Frau, der neunjährigen Tochter und dem knapp drei Jahre alten Sohn in der Teckstadt. Berufstätig ist Ralph Kittl aber nicht mehr in seinem eigentlichen Metier. „Vielmehr arbeite ich als Angestellter mit multikultureller Personalverantwortung“, sagt er mit einem Schmunzeln. Auf einen fragenden Blick hin wird der FDP-Landtagskandidat konkret: Er sei Versandleiter der Firma Gartenmetall in Nürtingen und habe mehr als ein Dutzend Beschäftigte aus zehn verschiedenen Nationen in seinem Team. „Die kulturellen Unterschiede erfolgreich zur gemeinsamen Stärke zu bringen, ist herausfordernd und bedarf mitunter einiges an diplomatischem Fingerspitzengefühl und eine Portion Einfühlungsvermögen“, fügt er hinzu. Und es ist ihm anzumerken: Er fühlt sich wohl, so mittendrin.

Dass ihm diese Eigenschaft in der Politik – also auch im Landtag – helfen würde, davon ist Kittl überzeugt: „Im Moment kommt genau diese Mitte, in der sich die Leistungsträger unserer Gesellschaft befinden, im Parlament zu kurz.“ Deshalb habe er seiner Aufstellung durch die FDP schließlich zugestimmt und verfolge das Erreichen des Landtagsmandats mit vollem Ehrgeiz.

Seine inhaltlichen Schwerpunkte sieht Ralph Kittl in den Bereichen Digitalisierung, Mobilität und Bildung. Beim ersten Punkt gehe es ihm dabei nicht nur um den alltäglichen Ärger wegen schlechter Telefon- oder Datenverbindungen und zu geringer Netzkapazitäten. „Das vernichtet darüber hinaus auch Unsummen an Wertschöpfung in unserer Volkswirtschaft, die wir im Hinblick auf die strukturellen Herausforderungen der Zukunft dringend benötigen“. Er werde sich deshalb für eine Digitalisierungsoffensive stark machen, die den Namen auch verdiene.

Gleiches gelte auf dem Gebiet der Mobilität: „Ich will keinen Verdrängungswettbewerb der einzelnen Verkehrsträger, sondern ein ganzheitliches Konzept mit ausreichenden Investitionen in die Infrastruktur“, betont Kittl. Und was die Autoindustrie und deren Zulieferer betreffe, so würden diese durch die Politik in eine technologische Richtung gezwungen, die sich als Sackgasse entwickeln könnte. „Ein gesundes Wetteifern verschiedener Antriebskonzepte ist deshalb sinnvoller“.

Seinem dritten Schwerpunkt misst der FDP-Kandidat aber mindestens ebenso viel Bedeutung zu: „Unsere Kinder werden die Zukunft bestimmen. Es muss also in unser aller Interesse sein, ihnen die bestmögliche Bildung zukommen zu lassen.“ Der Nachholholbedarf sei gewaltig: methodisch, technisch und personell. „Das ist weder zielführend noch gerecht, denn unsere Aufgabe ist es, unseren Nachfahren einen lebenswerten und schuldenarmen Staat zu hinterlassen“, ergänzt Ralph Kittl.

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