SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sieht in den Ergebnissen der Landtagswahlen ein Signal für den Bund. Foto: AFP/Tobias Schwarz

Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg hofft die SPD auf einen Regierungswechsel im Südwesten. Neuer Schwung sei möglich, sagte Kanzlerkandidat Olaf Scholz an die Adresse von Winfried Kretschmann.

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) dazu aufgerufen, seine bisherige Regierungskoalition mit der CDU nicht fortzusetzen. „Ein Weiter-so ist nicht nötig, neuer Schwung in der Landesregierung ist möglich“, sagte Scholz unserer Zeitung. Der Ball liege nun bei Kretschmann.

Die Grünen können in Baden-Württemberg nach der Landtagswahl das bisherige Bündnis mit der CDU fortsetzen. Das Wahlergebnis lässt aber auch eine Ampelkoalition mit SPD und FDP zu. In Rheinland-Pfalz gewann die SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Wahl und kann ihre bisherige Ampelregierung fortsetzen.

„Das ist ein Signal für die Bundestagswahl

Aus Sicht der SPD ist der Ausgang der beiden Landtagswahlen wegweisend für die Bundestagswahl. „Der Wahlabend hat etwas sehr Wichtiges deutlich gemacht: Eine Mehrheit diesseits von CDU/CSU ist möglich in Deutschland“, sagte Scholz. „Das ist ein Signal auch für die Bundestagswahl.“ Die SPD habe „alle Chancen“, die nächste Bundesregierung zu führen, fügte der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten hinzu.

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