Nicht mehr lange hin: In Baden-Württemberg wird am 8. März der neue Landtag gewählt. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

In der Landeshauptstadt werden rund 368.000 Wahlbenachrichtigungen versendet. Im Rathaus ist am Montag bereits ein Wahllokal eingerichtet.

Sechs Wochen vor der Landtagswahl am 8. März startet die Landeshauptstadt die Aussendung der Wahlbenachrichtigungen. Die ersten Wähler hatten ihre Benachrichtigungen am Freitag, 23. Januar, im Briefkasten. Für die Zustellung wurde die Deutsche Post AG von der Stadt beauftragt.

Zum Urnengang zugelassen sind laut Statistikamt rund 368.000 Menschen. Obwohl erstmals bereits mit 16 Jahren gewählt werden kann, hat sich die Wählerzahl durch den Rückgang der Einwohnerzahl gegenüber der Landtagswahl 2021 um rund 3000 Menschen reduziert.

Erstmals zwei Stimmen bei der Landtagswahl

Wer am 8. März nicht ins Wahllokal gehen will oder kann, kann mit Erhalt der Benachrichtigung den Antrag auf die Zusendung von Briefwahlunterlagen stellen. Die Zahl der Briefwähler übertraf 2021 um rund 4,5 Prozentpunkte die der Wähler im Wahllokal, eine Ursache könnte die Coronapandemie gewesen sein. Ganz eilige Bürger können mit ihrer Benachrichtigung plus Personalausweis oder Reisepass auch schon von Montag, 26. Januar an, ihre Stimme abgeben. Dann öffnet das Wahllokal im Rathaus.

Erstmals bei einer Landtagswahl können zwei Stimmen vergeben werden, eine für den Wahlkreiskandidaten, die zweite für die Partei. Stuttgart hat vier Wahlkreise, ergo vier Direktmandate, die 2021 erstmals alle von den Grünen besetzt worden waren, der Abstand zur CDU betrug dabei mindestens 9,6 Prozentpunkte. Mit einem Durchmarsch der Grünen ist diesmal nicht zu rechnen: In der jüngsten Umfrage unserer Zeitung und des SWR käme die CDU auf 29, die Grünen auf 23, die AfD auf 20, die SPD auf 8, die Linke auf 7 und die FDP auf 5 Prozent.

Warten auf die Landesliste

Erstmals haben die Wähler in Baden-Württemberg bei einer Landtagswahl zwei Stimmen. (Symbolbild) Foto: dpa/Uli Deck

Durch die nun zwei Stimmen dauert die Auszählung länger als 2021, außerdem wird mit einer höheren Wahlbeteiligung gerechnet. 2021 lag sie in Stuttgart bei nur 64,8 Prozent, im Jahr 2016 waren es 72,8 Prozent gewesen. Die Ergebnisse für Stuttgart könnten am späten Abend des 8. März wohl nach 22 Uhr vorliegen. Bewerber von AfD, SPD, Linke und FDP mit geringeren Chancen auf ein Direktmandat müssen dann wohl noch einige Zeit bangen, bis das Gesamtergebnis im Land vorliegt und klar ist, wie viele Bewerber der Parteien über die Landeslisten ein Mandat erhalten.