Bernd Gögel bleibt Fraktionschef der AfD im Landtag. Foto: dpa/Kay Nietfeld

Der Machtkampf ist entschieden: Die neue AfD-Landtagsfraktion hat sich mit klarer Mehrheit für den bisherigen Vorsitzenden ausgesprochen. Die Abgeordneten haben allerdings für eine Einschränkung votiert.

Stuttgart - Die AfD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag hat am Wochenende in einer Klausursitzung Bernd Gögel als Vorsitzenden für die neue Legislaturperiode wiedergewählt. Mit einer klaren Mehrheit wurde der als gemäßigt geltende 66-Jährige, der aus dem Wahlkreis Enz kommt und seit 2017 die Fraktion anführt, in seinem Amt bestätigt –, allerdings befristet auf ein Jahr. Dann soll erneut über den Posten des Vorsitzenden abgestimmt werden.

Landtagswahl-Spitzenkandidat Gögel konnte sich gegen seinen parteiinternen Konkurrenten Emil Sänze, der bisher Fraktionsvize war, durchsetzen. Sänze ist ein Vertreter des völkisch-nationalen Lagers. Die Rechtsaußenpartei ist bei der Landtagswahl 2021 deutlich abgestürzt: Lag das Ergebnis im Jahr 2016 noch bei 15,1 Prozent, so erzielte die AfD im März nur noch 9,7 Prozent und ist mit ihren 17 Abgeordneten die kleinste Fraktion im neuen Landtag. Der Frauenanteil in der Fraktion ist um die Hälfte gesunken. Carola Wolle aus Neckarsulm ist die einzige weibliche Abgeordnete.

Fraktionschef Gögel sieht ein Vakuum im konservativen Bereich

Die Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg sieht Fraktionschef Gögel als Chance für seine Partei. „Im konservativen Bereich ist ein Vakuum entstanden.“ Das ermögliche der AfD, mit klaren Positionen zu einer neuen Stärke zu finden.

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