Das Landgericht Stuttgart ist mit Diesel-Klagen schwer beschäftigt. (Archivbild) Foto: Julian Rettig/Julian Rettig

Das Landgericht Stuttgart schafft drei neue befristete Richterstellen – um die Masse an Diesel-Klagen bewältigen zu können. Alleine im April seien rund 1200 Klagen gegen Daimler eingegangen.

Stuttgart - Wegen der weiter hohen Belastung mit Klagen um angeblich illegale Abschalteinrichtungen bei Diesel-Fahrzeugen bekommt das Landgericht Stuttgart befristet drei zusätzliche Richterstellen. Dies teilte das Justizministerium am Freitag mit. Alleine im April seien rund 1200 Klagen gegen den Autobauer Daimler eingegangen. Und im zweiten Halbjahr 2020 seien etwa 3300 neue Verfahren gegen den Hersteller angestrengt worden.

In der baden-württembergischen Landeshauptstadt sind Daimler und Porsche ansässig. Justizministerin Marion Gentges (CDU) sagte, als zuständiges Gericht am Sitz von Automobilkonzernen befinde sich das Landgericht Stuttgart in einer Sondersituation. „In den vergangenen Monaten hat sich die Lage dort nochmals zugespitzt.“

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