Am ersten Juliwochenende verwandelt sich der Elbenplatz in Böblingen wieder in eine große Bühne für regionale Musik, hier die Band Oxmo mit Musikerin Josi anno 2023 Foto: Eibner

Beim Lakeside Open Air am Elbenplatz steht dieses Jahr wieder regionale Musik im Fokus – für alle frei zugänglich. Organisatorin Marie Brüggemann erzählt, was die Besucher erwartet.

Von Hip-Hop über Ska bis Metalcore: Am ersten Juliwochenende verwandelt sich der Elbenplatz in Böblingen wieder in eine große Bühne für regionale Musik – direkt am Ufer des Unteren Sees.

Das Lakeside Open Air, das parallel zum Stadtfest stattfindet, hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil der regionalen Kulturszene entwickelt – und das komplett ehrenamtlich organisiert.

Ein Festival für alle – ohne Eintritt, ohne Barrieren

„Solche Erlebnisse werden heute immer seltener“, sagt Marie Brüggemann, die seit 2017 zum Organisationsteam gehört und seit 2023 maßgeblich an der Festivalleitung beteiligt ist. „Ein Konzertticket kostet schnell 150 Euro – bei uns ist das anders: Jeder kann einfach kommen, wann und wie er will. Es gibt keine Eintrittsbarriere, keine Zugangshürden. Wir wollen Musik für alle erlebbar machen.“

Das Konzept überzeugt: Das Festival setzt nicht nur auf Vielfalt in der Musik, sondern auch auf soziale Teilhabe. Barrierefreiheit und kostenloser Zugang sind zentrale Pfeiler des Konzepts. Möglich wird das durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Böblingen sowie durch Sponsoren und Förderer aus der Region. „Der größte Teil unserer Finanzierung kommt über öffentliche Mittel – dafür sind wir sehr dankbar“, so Brüggemann.

Insgesamt zehn Bands treten in diesem Jahr auf – jeweils fünf am Freitag (4. Juli) und Samstag (5. Juli), Beginn ist jeweils um 17 Uhr. Neben regionalen Acts sind auch überregionale Künstler mit dabei. Auch verschiedene Genres sind vertreten. Am Samstagabend steht zum Beispiel eine Ska-Band auf der Bühne. Eröffnet wird das Lakeside Open Air von der Metalcore-Band Litarum, die zuvor den Nachwuchswettbewerb Kulturschock gewonnen hat.

Ein besonderes Team macht das Festival möglich

Dieser Bandcontest, organisiert gemeinsam mit Jugendhäusern aus Leonberg, Nürtingen und Herrenberg, ist für das Lakeside-Team eine noch recht neue Kooperation: „Wir waren letztes Jahr zum ersten Mal dabei – das hat super funktioniert. Die Gewinner dürfen dann bei mehreren Open-Airs auftreten, unter anderem auch bei uns“, erklärt Brüggemann.

Was das Lakeside Open Air besonders macht, ist nicht nur die Musik – sondern auch das Team dahinter. Organisiert wird das Festival von einem jungen Kernteam aus aktuell elf Ehrenamtlichen, die teils schon seit vielen Jahren dabei sind, teils frisch über lokale Jugendnetzwerke wie das Casa Nostra zur Crew gestoßen sind.

„Wir schätzen uns wirklich glücklich, dass wir so viele motivierte junge Leute dabei haben“, sagt Brüggemann. Gerade in Zeiten, in denen viele Jugendinitiativen aus personellen oder finanziellen Gründen aufgeben müssen, sei das keine Selbstverständlichkeit. „Es ist nicht mehr üblich, dass junge Menschen ihre Sonntagnachmittage dafür opfern, Equipment zu schleppen oder Bühnenpläne zu koordinieren – aber genau das passiert bei uns.“

Ein ganz besonderes Open-Air-Gefühl

Warum sollte man das Lakeside Open Air auf keinen Fall verpassen? Brüggemann zögert nicht lang: „Es geht um dieses besondere Open-Air-Gefühl – draußen, am See.“ Besonders sei auch die Nähe zu den auftretenden Künstlern: Die meisten Bands kommen aus der Region, teils auch darüber hinaus, „aber es sind alles Menschen, die ihre Leidenschaft wirklich nach außen tragen – und das merkt man“, so Brüggemann. Das Programm ist bewusst vielfältig gestaltet: „Da ist für jeden etwas dabei. Und wenn es abends dunkel wird, geht da voll die Party ab.“

Wer wissen will, welche Bands auf der Bühne stehen, findet das aktuelle Line-Up auf Instagram unter @lakeside_openair. Dort posten die Organisatorinnen und Organisatoren auch regelmäßig Neuigkeiten, Behind-the-Scenes-Einblicke und Infos zu Sponsoren und Partnern.