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Des einen Leid ist des anderen Freud': Während die einen sich vor stetig sinkenden Temperaturen fürchten, können die anderen kalte Tage kaum abwarten. Grund dafür ist ein Mode-Trend, der Schönes mit Praktischem vereint. Beim sogenannten Layering kann alles zum Einsatz kommen, was Schränke und Kommoden hergeben. Wie Sie es geschickt kombinieren, verrate ich Ihnen hier.

Die Ursprünge des Lagen-Looks

So modisch Layering auch ist - ein Novum stellt es nicht dar. Das Schicht-Prinzip wird bereits seit Jahrhunderten praktiziert und orientiert sich am Vorbild der Natur: Wie die einzelnen Häute einer Blumenzwiebel den Samenträger schützen, bewahren mehrere Lagen dünner Kleidung den Körper vor Kälte.

Das wärmt besser als eine einzelne dicke Schicht und zeigt zugleich, worauf es beim Layering ankommt: Ähnlich, wie sich eine Zwiebel häuten lässt, sollten Sie jede Lage des Looks leicht abstreifen können - ohne dabei den Gesamteindruck des Outfits zu stören.

Die besten Basics für Layering

Um den Lagen-Look zu stylen, brauchen Sie (fast) nichts Neues. Ihre Frühjahrs- und Sommer-Garderobe bildet die ideale Grundlage für Herbst- und Winter-Kreationen. Selbst die luftigsten Teile werden durch Layering zu wärmenden Hüllen. Strickjacken und Pullover ergänzen Blusen, T-Shirts und Longsleeves perfekt und auch zu dünn scheinende Jeans- oder Lederjacken sind bestens für den Lagen-Look geeignet.

"Untenrum" leisten die Bestände aus der zurückliegenden Saison ebenfalls gute Dienste: Sommerlich-leichte Kleider oder Röcke werden durch Leggings und Strumpfhosen allwetter-tauglich; bei Hosen sorgen Overknees und Stulpen für das angestrebte Layering. Auch den 90er-Jahre-Trend, den Rock über die Hose zu ziehen, dürfen Sie beim Lagen-Look wiederaufleben lassen.

Tipps für einen gekonnt wirkenden Lagen-Look

Geschicktes "layern" ist gar nicht so schwer - solange Sie sich an ein paar einfache Regeln halten: Die übereinander gezogenen Elemente sollten dünn sein und müssen gut sitzen. Tragen Sie "zu dick" auf, wirkt das Layering schnell übertrieben und lässt Sie voluminöser erscheinen als Sie sind. Normalerweise reicht ein winterliches Kleidungsstück als abschließende Lage aus.

Mischen Sie schmal und weit geschnittene Elemente, denn nur durch das Zusammenspiel entfalten sie ihre jeweiligen Reize. Geschickt kombiniert können sie sogar die Silhouette korrigieren und das eigentliche Layering erleichtern - denn eine locker sitzende Lage lässt sich leichter über- oder abstreifen als ein enganliegendes Kleidungsstück.

Nutzen Sie den Effekt unterschiedlich verlaufender Linien. Asymmetrie lockert auf und fungiert im Ensemble als attraktiver Blickfang. Sorgen Sie für einen wilden Mix aus Strukturen und Materialien. Je krasser die Gegensätze sind, desto spannender wirkt der Lagen-Look. Die Kombination aus Grobem und Feinem ist nicht nur erlaubt - sondern sogar erwünscht. Sie erzielen sie zum Beispiel durch das Übereinander von zarter Seide und kuscheligem Pelz oder ähnlichen Kontrasten.

Reduzieren Sie die Farben der einzelnen Lagen auf zwei oder maximal drei Nuancen und lassen Sie sie innerhalb des Layerings immer wiederkehren. Sehr viel mehr verträgt der Lagen-Look nicht, denn er lebt schon durch die Schichtung sowie durch die unterschiedlichen Längen und Materialien der Kleidung.

Akzente setzen, um den Lagen-Look perfekt zu machen

Die berühmte Ausnahme von all diesen Regeln bilden Elemente, die Sie besonders betonen möchten. Sie dürfen das Layering gern durch eine auffällige Abschluss-Schicht krönen oder eine Kopfbedeckung wählen, die sich stark vom übrigen Outfit abhebt. Accessoires wie Stiefel, Handschuhe oder Taschen können ebenfalls spannende Eyecatcher im Lagen-Look setzen.

Für zusätzlichen Schmuck gilt jedoch das Gleiche wie bei der Farb-Wahl. Die vielen Schichten des Layerings wirken durch Linien, Materialien und Muster dekorativ genug - weswegen Sie auf Ketten, Broschen und dergleichen lieber verzichten sollten.

Layering ist überall möglich

Das Schicht-Prinzip erlaubt zahlreiche Spielarten. Sie können es sowohl mit sportlichen als auch mit femininen Kleidungsstücken umsetzen - und sogar bei Abend- oder Club-Garderobe anwenden. In diesem Fall wird "das kleine Schwarze" oder ein schlichter Hosenanzug zur Basis für einen Lagen-Look der besonderen Art: mit glitzernden Tüchern, einem eleganten Cape oder einem knuffigen Kapuzen-Mantel.

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