Im August sind die Getriebe an den beiden Anlagen mit Hilfe eines Großkrahns ausgetauscht worden. Foto: Corinna Meinke

Im August sind die beiden Windräder im Windpark Königseiche auf dem Schurwald repariert worden. Auch aus dem Kreis Esslingen hatten sich Anwohner über Lärm durch die Anlage beschwert.

Im Windpark Königseiche auf dem Schurwald steht der erste Testbetrieb für die beiden reparierten Windräder in diesen Tagen an. Zuvor ist der Austausch der beiden Getriebe abgeschlossen worden, heißt es in einer Mitteilung des zuständigen Landratsamts Göppingen.

Wenn die Wetterlage die erforderlichen Windbedingungen wie angekündigt mit sich bringt, soll nachts ein Testbetrieb starten. Und tagsüber sei eine kurze Einfahrphase geplant, teilt das Göppinger Umweltschutzamt mit. Die Messungen, mit der laut Behörde eine unabhängige Messstelle beauftragt ist, finden in den Nachtstunden statt, um Störeinflüsse durch Hintergrundgeräusche zu minimieren, wie es heißt.

In den Kreisen Esslingen und Göppingen gab es massive Beschwerden

Die Messungen sollen überprüfen, ob die massiven Lärmbelästigungen, die von den beiden Windkraftanlagen ausgegangen sind – Fachleute sprechen von „Tonhaltigkeit“ – durch den Austausch der beiden Getriebe beseitigt werden konnten.

Nachdem es gleich mit der Inbetriebnahme der beiden Windkraftanlagen Proteste und Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern auf dem Schurwald wegen der Lärmbelästigung gegeben hatte, wurde im Februar 2025 auch von Behördenseite endgültig festgestellt, dass die beiden Windkraftanlagen viel zu laut sind. Seither standen sie still.

Der Windpark liegt auf dem Schurwald an der Esslinger Kreisgrenze. Foto: Corinna Meinke

Eine technische Analyse des Herstellers Nordex und des Betreibers Uhl Windkraft Projektierung GmbH & Co. KG hatte ergeben, dass die Ursache in den ursprünglichen Getrieben lag.

Getriebeaustausch am Windrad in 164 Metern Höhe

Eine Instandsetzung sei nicht möglich, hieß es anschließend, deshalb erfolgte der vollständige Austausch beider Getriebe gegen Getriebetypen eines anderen Herstellers – und das im Maschinenhaus, das in einer Höhe von rund 164 Metern liegt.

Erst wenn die Messungen bestätigen sollten, dass die Lärmbelästigung nicht mehr vorliegt, kommt laut dem Umweltschutzamt eine Wiederinbetriebnahme in Betracht. „Im Anschluss ist eine vollständige schalltechnische Abnahmemessung vorgesehen; diese ist bereits beauftragt und mit dem Landratsamt Göppingen abgestimmt und wird bei geeigneten meteorologischen Bedingungen durchgeführt“, heißt es in der Mitteilung. com