Marc-Oliver Hendriks fürchtet Planungswahnsinn Foto: picture alliance/dpa/Bernd Weissbrod

Zum zweiten Mal im Corona-Jahr 2020 bleiben die Türen der Kulturinstitutionen geschlossen – jetzt wurde die Schließung bis mindestens zum 20. Dezember verlängert. Der geschäftsführende Intendant der Staatstheater Stuttgart, Marc-Oliver Hendriks, fasst die Lage an seinem Haus zusammen.

Stuttgart - „Aus dem Frühjahrs-Lockdown“, sagt Marc-Oliver Hendriks, „haben wir alle viel gelernt, und auch die Kommunikation mit der Politik ist nun ganz hervorragend.“ Man stehe „in engem Dialog mit dem Kunstministerium“. „Wir haben klargemacht, dass Entscheidungen im Zwei-Wochen-Rhythmus die Theater an den Rand des Planungswahnsinns bringen. Gerade unter den Bedingungen der Kurzarbeit brauchen wir für die Proben und Trainings mindestens vier, besser acht Wochen Vorlauf.“ Deshalb planen die Staatstheater jetzt für alle drei Sparten die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 1. Februar. Aber auch wenn die Türen bis dahin geschlossen seien, werde im Hintergrund weitergearbeitet: „Die nächste Ballettpremiere werden wir live streamen, weiteres ist geplant. Wir haben allerdings eine andere Situation als im Frühjahr: Die Kurzarbeit hilft uns, den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren.“

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