So ähnlich demnächst auch in Stuttgart? Autokinos sind wieder groß in Mode Foto: dpa

Auch in Stuttgart soll es schon bald ein Autokino geben – die Stadt verhandelt mit verschiedenen Anbietern. Einer davon ist Peter Erasmus, Chef der Kinos Atelier am Bollwerk und Delphi. Er will in der Nähe der Schleyerhalle aber nicht nur Filme zeigen.

Stuttgart - Bekommt auch Stuttgart schon bald ein Autokino? Die Stadt hat jedenfalls am Donnerstag mitgeteilt, darüber Gespräche mit potenziellen Veranstaltern aufzunehmen; es lägen „verschiedene Konzepte“ vor. Im Kern gehe es dabei um das „Format eines Auto-Kinos, je nach Konzept aber auch erweitert um andere kulturelle Angebote“. Federführend sind der Bürgermeister Martin Schairer und das Amt für öffentliche Ordnung.

Einer der möglichen Veranstalter und nach eigenem Bekunden guter Dinge, den Zuschlag zu bekommen, ist Peter Erasmus, Besitzer der Stuttgarter Arthaus-Kinos Atelier am Bollwerk und Delphi. „Wir hoffen auf einen Großparkplatz in der Nähe der Schleyerhalle“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. „200 bis 240 Fahrzeuge könnten da Platz finden. Und wenn alles gut geht, können wir Mitte Mai starten“. Nicht nur Filme soll es zu sehen geben; Erasmus möchte auch mit anderen Veranstaltern zusammenarbeiten; „warum nicht auch für Gottesdienste?“ Die bestmögliche Technik soll vom erfahrenen Ludwigsburger Unternehmen „2 Oscars“ kommen.

Die ersten positiven Signale aus dem Rathaus haben den engagierten Stuttgarter Kinobetreiber sichtlich beflügelt. „Endlich gibt’s wieder was zu tun. Seit 42 Jahren bin ich im Geschäft, und noch nie war bei uns so lange am Stück das Licht aus“. Mitte März mussten wegen der Corona-Pandemie die Kinos in Deutschland schließen. Und auch insgesamt sieht Erasmus Licht am Ende des Tunnels: „Ich hoffe, dass wir ab Anfang Juni mit einem überzeugenden Hygiene-Konzept das Atelier und das Delphi wieder bespielen können.“ Woher er die Gewissheit nimmt? „Ich bin Optimist“.

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