Künstlerinnen und Künstler und der Chor der Marinekameradschaft feiern in Esslingen die Sehnsucht nach dem Meer.
Mitten in der Esslinger Altstadt gibt es einen Ort, an dem sich Landratten, Freischwimmer, Wassernixen und Seebären den Duft der weiten Meere um die Nase wehen lassen können: den Keller der Marinekameradschaft Tsingtau in der Landolinsgasse 16. Dort hat der Shanty-Chor der Marinekameradschaft inmitten zahlreicher maritimer Objekte wie Schiffsmodelle, Ankertaue, Wappen, Flaggen und Fotografien seine Heimat. Unter dem Motto „Endlose Sehnsucht – endliche See“ treffen dort Samstag, 25. Oktober, von 17 bis 22 Uhr die Shantys einen Abend lang mit Kreativen aus bildender und darstellender Kunst, Musik, Literatur, Performance, Videokunst und Puppenspiel, um gemeinsam ihre Reflexionen rund um den Themenkomplexe Wasser, Fluss und Meer zu präsentieren.
Die Beiträge reichen von der Geschichte bis zur Gegenwart und vom Tsingtau-Keller bis in die weite Welt. Der Bogen spannt sich von Esslingens Verhältnis zum Wasser und seinen historischen Transportwegen bis hin zu modernen Formen des Seehandels wie der Containerschifffahrt oder der Fischerei-Industrie und von Badespaß und Kreuzfahrt-Tourismus bis hin zu klimapolitischen Aspekten wie Verschmutzung und Erwärmung der Weltmeere. Und es geht um die melancholische Sehnsucht nach dem Meer genauso wie um die Gefahren, denen sich Flüchtende in Booten aussetzen.
Künstler und Shanty-Chor verwandeln Tsingtau-Keller
Gestaltet wird der Abend von Rosy Albrecht, Matthias Gronemeyer, Joachim Halbekann, Nana Hülsewig, Stephan Köperl, Stefanie Oberhoff, Hans Pfrommer, Adeline Rüss, Armin Subke, Anniek Vetter, Sylvia Winkler und dem Shanty-Chor der Marinekameradschaft Tsingtau. Malereien, Zeichnungen, Videos und künstlerische Objekte werden in das faszinierende Ambiente des Tsingtau-Kellers eingefügt – so wird das Vereinsheim der Marinekameradschaft zum Ausstellungsraum und zur begehbaren Installation. Und der Shanty-Chor präsentiert Beiträge aus seinem großen Repertoire.