Die Macher der Kulturinitiative „Blues in Town“ bekommen neben ihrer „Blues Base“ in Wernau mit der Esslinger Scala einen weiteren Veranstaltungsort. Foto: Karin Ait Atmane - Karin Ait Atmane

Ihre Wurzeln hat die Kulturinitiative „Blues in Town“ in Esslingen, doch zuletzt musste sie mit ihren größeren Konzerten in ein Lokal im Stuttgarter Stadtteil Hedelfingen ausweichen.

EsslingenBlues ist ihre Leidenschaft, und die wollen sie mit vielen Musik-Fans teilen: Vor elf Jahren waren die Macher der Kulturinitiative „Blues in Town“ in Esslingen angetreten, ihrer Musik ein regelmäßiges Forum zu bieten. Hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter der Blues-Szene wurden nach Esslingen geholt – erst fanden die Konzerte im Vier Peh in der Flandernstraße statt, später in einer Gaststätte in Sirnau. Doch vor einigen Jahren musste „Blues in Town“ Esslingen den Rücken kehren. Kristallisationspunkt der Vereinsaktivitäten ist nun die „Blues Base“ in Wernau, die Platz für Workshops, Jamsessions und Hausmusik bietet. Die größeren Konzerte fanden zuletzt in einer Gaststätte in Hedelfingen statt. Nun kehrt die Kulturinitiative zurück zu ihren Esslinger Wurzeln: Mit der Scala am Charlottenplatz wurde ein Veranstaltungsort gefunden, der den idealen Rahmen für größere Konzerte abgibt und der zum zweiten Standbein neben der Wernauer „Blues Base“ werden soll.

„Nach vielen Monaten der Suche hat der Blues in Esslingen eine neue Heimat gefunden“, freut sich der Vereinsvorsitzende Christoph Klein über die Zusammenarbeit mit der Scala. Und er ist überzeugt, den richtigen Veranstaltungsort gefunden zu haben: „Das traditionsreiche ehemalige Filmtheater beherbergt seit einigen Jahren renommierte Musikveranstaltungen wie Konzerte des Podium Festivals und der regionalen Musikszene.“ Künftig will „Blues in Town“ das Repertoire des Hauses um eine interessante Facette bereichern: Die Kulturinitiative veranstaltet seit vielen Jahren Konzerte mit regionalen und internationalen Bluesgrößen. Das Programm reicht vom traditionellen Blues über den Bluesrock bis hin zu modernen Interpretationen.

„Viele Musikrichtungen haben ihre Wurzeln im Blues. Wir haben uns in letzter Zeit immer mehr dafür geöffnet. Das spiegelt sich auch in der Bandbreite unseres Konzertangebots“, beschreibt Christoph Klein die Strategie des Vereins. Und Finanzvorstand Michael Faulhaber ergänzt: „Wir freuen uns, mit der Scala einen zukunftsfähigen Weg in die Innenstadt Esslingens gefunden zu haben. Während wir mit unserer ‚Blues Base’ für kleinere Veranstaltungen eher die Blues-Kneipen-Fans bedienen, finden wir in der Scala die optimale Ergänzung für ein größeres Publikum.“

Für Angelika Goll, die Eigentümerin der Scala, ist „Blues in Town“ ein Partner mit Zukunft: „Die Scala hat nach dem Umbau zu einem modernen Veranstaltungszentrum in Esslingen ihr Publikum gefunden – zum Beispiel durch den Veranstaltungszyklus ‚Kino im Kopf‘ von Michael Stülpnagel. Mit einer Konzertreihe, wie sie ‚Blues in Town’ anbietet, erweitert sich auch für die Scala die Bandbreite an Musikangeboten – und das mit der Aussicht, die Scala als verlässliche Anlaufstelle für ein musikbegeistertes Publikum in Esslingen aufzubauen.“ Die Stadt Esslingen begrüßt die neue Zusammenarbeit ebenfalls. „Wir freuen uns, dass ‚Blues in Town’ in der Scala ein neues Zuhause findet und mit seinen Konzerten nach Esslingen zurückkehrt. Für die Esslinger Kulturszene ist die Kooperation beider Einrichtungen ein echter Gewinn“, findet Kulturamtsleiterin Alexa Heyder.

Das erste „Blues in Town“-Konzert in der Scala am Charlottenplatz beginnt am Samstag, 7. Dezember, um 20.30 Uhr. Mit Nick Woodland ist einer der renommiertesten Rhythm ’n’ Blues-Gitarristen zu Gast. Was das Publikum erwartet, verrät Christoph Klein: „Im besten Sinne dreckiger Blues, temperamentvoller Countrysound und virtuoser Folk werden – gewürzt mit Reggae- und Surf-Rock-Anleihen – den Konzertsaal zum Kochen bringen.“

Eintrittskarten für die „Blues in Town“- Konzerte in der Scala gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, natürlich auch im EZ-Haus am Esslinger Marktplatz.

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