Baden-Württemberg muss nicht neu erfunden, aber reformiert werden. Der Landtagswahlkampf bietet die Gelegenheit, das Notwendige in den Blick zu nehmen.
Nach 15 Jahren mit Winfried Kretschmann im Stuttgarter Staatsministerium ist es Zeit für den Wechsel. Der Ministerpräsident tritt nach der Landtagswahl ab; nicht wenige meinen: zu spät. Bräsigkeit hat sich über das Land gelegt, neuerdings durchmischt mit Orientierungslosigkeit, die dort spürbar ist, wo lange der Glaube vorherrschte, man baue die tollsten Autos unter der Sonne. Das gilt zumal für das württembergische Kernland, Stuttgart also – eine Stadt, die schon länger nicht weiß, wofür sie steht und was sie ausmacht. Ausgezehrt vom ewigen Bahnhofsumbau herrscht im Innern Leere.
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