Der Sicherheitsrat und der Generalsekretär finden keine Strategie zur Befriedung des Konflikts mit Millionen Opfern.
Während im Sudan der blutige Krieg eskalierte, kam der UN-Sicherheitsrat in New York zusammen. Die 15 Mitgliedsländer einigten sich auf eine dünne Erklärung. Es ging um den komplexen Konflikt in dem afrikanischen Land, den der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher als „immer dunkler werdende Hölle“ beschreibt. Bei dem Text des Sicherheitsrates handelte es sich nicht um eine Resolution mit völkerrechtlich verbindlicher Wirkung. Es war nur ein Presse-Statement zu den Gewaltorgien zwischen der RSF-Miliz und der regulären Armee. Darin verurteilte das potenziell mächtigste UN-Gremium pflichtschuldig die „Grausamkeiten der RSF-Miliz gegen die Zivil-Bevölkerung“ bei der Einnahme der Stadt Al Faschir. Einen Plan, wie die UN die Vertreibungen, die Vergewaltigungen und das Massentöten beenden könnten, kündigte der Rat nicht an. Vielmehr verlangte das Gremium: Die verfeindeten Parteien sollten die Gespräche „wieder aufnehmen, um einen dauerhaften Waffenstillstand zu erreichen“. Mit anderen Worten: Die Todfeinde sollen es selbst richten.
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