Markus Hetzinger (KSK), die Denkendorfer Rektorin Eva Marggraf, Verena Wrobel vom Esslinger Theodor-Heuss-Gymnasium, Tabea Keller (Denkendorf), Marcus Wittkamp (KSK) und Eva Teichmann (Burgschule Köngen, von links) sowie Bechtle-Geschäftsführer Andreas Heinkel, EZ-Chefredakteur Gerd Schneider und die Denkendorfer Lehrerin Patrizia Grillo (von rechts) freuen sich mit den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern. Foto: Bulgrin - Bulgrin

Mehr als 100 Klassen aller Schularten beteiligen sich jedes Jahr am EZ-Projekt „Zeitung in der Schule“. Die engagiertesten Klassen steuern sogar eigene Beiträge bei. Die bemerkenswertesten wurden nun von der Stiftung Kreissparkasse und der Eßlinger Zeitung ausgezeichnet. Eine besondere Würdigung gab’s für die Denkendorfer Lehrerin Patrizia Grillo, die das Projekt immer wieder mit innovativen Ideen bereichert.

EsslingenJahr für Jahr beteiligen sich mehr als 100 Klassen aller Schularten unseres Verbreitungsgebiets am EZ-Projekt „Zeitung in der Schule“. Fünf Wochen lang studieren sie jeden Tag die aktuelle Ausgabe, beschäftigen sich mit Inhalten, Textformen und Layouts, um zu erfahren, welcher journalistische, technische und logistische Aufwand nötig ist, damit die Eßlinger Zeitung morgens pünktlich im Briefkasten und am Kiosk liegt. Die engagiertesten Klassen und ihre Lehrer tun freilich noch ein bisschen mehr: Sie versuchen sich zum Abschluss des Projekts als Nachwuchsjournalisten und beteiligen sich mit eigenen Texten, die auf Sonderseiten in unserer Zeitung erscheinen. Die bemerkenswertesten Beiträge der vergangenen beiden Schuljahre wurden nun im Kronensaal der Kreissparkasse ausgezeichnet – und für die engagierten Schüler und ihre Lehrer gab’s viel Lob aus berufenem Munde.

Mit ihrer Stiftung unterstützt die Kreissparkasse das Projekt „Zeitung in der Schule“ seit vielen Jahren. Und Markus Hetzinger, der Leiter des Kundenzentrums der Esslinger Kreissparkasse (KSK), ist überzeugt, dass jeder Cent, der in Bildung und Ausbildung investiert wird, bestens angelegt ist: „Wer gut ausgebildet ist, hat später beste Chancen.“ Dazu gehöre ganz wesentlich auch der Erwerb von Lese- und Medienkompetenz. Deshalb kann Hetzinger Schülern und Lehrern die Teilnahme am EZ-Projekt wärmstens empfehlen: „Es gibt keine bessere Möglichkeit, um Einblicke in die journalistische Arbeit zu erhalten.“ Dass neben der interessierten Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler zwei weitere Erfolgsfaktoren unerlässlich sind, ist für Hetzinger keine Frage: „Ohne engagierte Lehrer und ohne den großen Einsatz der Eßlinger Zeitung und ihrer Mitarbeiter wäre ein Projekt wie dieses nicht durchführbar.“

Dass „Zeitung in der Schule“ im Bechtle-Verlag seit einem Vierteljahrhundert einen hohen Stellenwert genießt, unterstrich nicht nur die Anwesenheit von Geschäftsführer Andreas Heinkel, sondern auch die kleine Ansprache von Chefredakteur Gerd Schneider. Repräsentative Termine sind Teil seiner Arbeit, doch Schneider verhehlte nicht, dass die Prämierung der besten Schülerbeiträge jedes Mal einen Höhepunkt für ihn markiert, „weil junge Menschen, die etwas Besonderes geleistet haben, im Mittelpunkt stehen“. Dass sich Schülerinnen und Schüler mit Medien beschäftigen, ist für Schneider ein Gebot der Stunde. Dass Jugendliche jedoch selbst aktiv werden und zur Feder greifen, sei alles andere als selbstverständlich: „Schreiben ist immer auch ein mühsames Geschäft. Und je prägnanter ein Artikel ist, desto mehr Arbeit steckt dahinter. Wenn Ihr künftig die Zeitung zur Hand nehmt, wisst Ihr, wie sie entstanden ist.“ Beim Blick auf die prämierten Schülerbeiträge kann der Chefredakteur nur den Hut ziehen vor den Nachwuchsjournalisten: „Jede der Seiten, die nun ausgezeichnet werden, haben große Anerkennung verdient.“

Zu denen, die seit Jahren zu den Aktivposten im Projekt „Zeitung in der Schule“ gehören, zählt die Denkendorfer Albert-Schweitzer-Schule (ASS), die eine Urkunde und 250 Euro erhielt. Als herausragendes Beispiel würdigte Schneider die Arbeit von Lehrerin Tabea Keller, die mit ihren ehemaligen Viertklässlern vorzügliche Beiträge zum Projekt beigesteuert hat. Umso mehr bedauert es der Chefredakteur, dass Keller zum Schuljahresende in den Ruhestand geht: „Wir werden Sie sehr vermissen.“ Doch die Lehrerin konnte ihn beruhigen: „Als Leserbriefschreiberin bleibe ich Ihnen treu.“

Und noch eine Lehrerin der ASS stand im Rampenlicht: Patrizia Grillo, die für außergewöhnliche Verdienste um das Projekt gewürdigt wurde. „Mit riesigem Engagement und beeindruckender Kreativität setzen Sie immer wieder Akzente“, bescheinigte ihr der Chefredakteur. „Sie sind eine tolle Lehrerin.“ Und ganz egal, ob sie mit ausländischen Studenten an der Esslinger Hochschule oder nun mit ihren internationalen Vorbereitungsklassen an der ASS mitmacht – die Arbeit der passionierten Pädagogin trägt überall Früchte. „Für uns ist Ihre Mitwirkung von unschätzbarer Bedeutung“, erklärte Schneider, der sich schon jetzt auf Grillos nächste Initiative freut: Sie hat ein Zirkeltraining entwickelt, das Schülern Lust macht, sich auf spielerische Weise mit der Zeitung zu beschäftigen.

Eva Teichmann von der Köngener Burgschule hat ebenfalls schon häufiger bewiesen, dass sie ein besonderes Händchen für die Arbeit mit der Zeitung im Unterricht hat. „Die Seite, die Sie gemeinsam mit Ihren Schülern gestaltet haben, hat unserer Jury ausnehmend gut gefallen“, bescheinigte ihr Gerd Schneider. Neben der hohen journalistischen Qualität gefällt dem Chefredakteur auch die stilistische Vielfalt der Beiträge: „Man könnte meinen, dass die Seite von Redakteuren gestaltet wurde.“ Zur Belohnung darf sich Eva Teichmanns Klasse über einen exklusiven Kinobesuch freuen.

Komplettiert wurde der Kreis der Preisträger von Verena Wrobel, Lehrerin am Esslinger Theodor-Heuss-Gymnasium, und ihren ehemaligen Zehntklässlern, die mit EZ-Redakteurin Elisabeth Maier eine Sonderseite über die Arbeit der Berufsfeuerwehr am Stuttgarter Flughafen erarbeitet hatten und dafür eine Urkunde und 250 Euro für die Klassenkasse erhielten. „Wir fanden, dass das eine ganz tolle Leistung war“, brachte Hetziger das Urteil der Jury auf den Punkt. Er war vor allem ob der Anschaulichkeit und der journalistischen Detailtreue der Artikel beeindruckt. Kein Wunder, dass EZ-Chefredakteur Gerd Schneider nichts dagegen hätte, wenn der eine oder andere Schüler aus allen drei prämierten Schulen später den Weg zur Zeitung finden würde: „Gute Journalisten werden heute mehr denn je gebraucht.“

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