Der Unmut über Kürzungen im Schülerverkehr findet kein Ende. Der Landkreis sieht aktuell keinen Grund nachzujustieren, die Stadt Göppingen sieht das allerdings anders
„Ein Schulbus, bei dem eine Zehnjährige eine jeweils hälftige Chance hat, entweder mit Luft anhalten an die Tür gepresst gerade so noch befördert oder mit Tränen an der Haltestelle zurückgelassen zu werden, hat jede Verlässlichkeit für Kinder und Eltern verloren.“ Johannes Bader findet deutliche Worte. Seit dem Fahrplanwechsel zum 1. Dezember funktioniere der Schulbus 934A ab Rechberghausen überhaupt nicht mehr, sagt der Vater dreier Kinder, der mit seiner Familie im Göppinger Reusch wohnt. Trotz eigener Termine habe er seine Tochter kürzlich ins Mörike-Gymnasium fahren müssen, weil sie an der Haltestelle stehengelassen wurde. Die Schwester hatte sich als Letzte noch irgendwie in den Bus gequetscht. Deren Freundin, die zwei Haltestellen später einsteigt, habe auch schon wegen Überfüllung dem Bus hinterherschauen müssen. Das Ende vom Lied: „Jetzt fährt sie ihre Mutter wieder jeden Tag mit dem Auto in die Schule.“
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