In Wernau (Kreis Esslingen) wird die Schulsozialarbeit aufgestockt. Insgesamt gibt es zusätzliche 1,2 Stellen, die auf drei Schulen verteilt werden.
Zurzeit sind es 2,6 Stellen, vom nächsten Schuljahr an sollen es in Wernau deren 3,8 sein: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einen Vorschlag der Verwaltung einstimmig befürwortet, die Schulsozialarbeit in der Stadt aufzustocken.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Schlossgartenschule um ein Mehr an Schulsozialarbeit gebeten, woraufhin das Jugendhaus Kiwi auch die anderen Schulstandorte hinsichtlich eines zusätzlichen Stellenbedarfs untersucht hat.
Zusätzlicher Bedarf an drei Schulen in Wernau
Herausgekommen ist dabei, dass an der Teckschule die vorhandene halbe Stelle weiterhin ausreichen sollte, dass die Schulsozialarbeit und die Ganztagesbetreuung an der Realschule aber ebenfalls eine Aufstockung vertragen könnten.
Auch deshalb, wie die Stadtverwaltung ausführte, „weil Schulsozialarbeit und Ganztagesbetreuung unterschiedliche Aufgaben und Arbeitsaufträge haben, wodurch Rollenkonflikte entstehen können“. Eine personelle Trennung der Stellen sei deshalb erforderlich.
Überzeugungsarbeit war nicht notwendig
Diese Einschätzung teilte das Ratsgremium offenkundig, zumal zu Gunsten der Ganztagesbetreuung Angebote in der Schulsozialarbeit bereits zurückgefahren werden mussten. Allgemeines Fazit: Eine zuverlässige und qualitativ adäquate Betreuung des Ganztagesbereichs und eine Fortführung der Schulsozialarbeit in bisheriger Form sind nicht möglich.
Untermauert wurde diese Erkenntnis in der Sitzung durch Franziska Sterling, die beim Kreisjugendring den Fachbereich Schulsozialarbeit leitet. Große Überzeugungsarbeit musste sie allerdings gar nicht mehr leisten.
Die Rätinnen und Räte stimmten zu, an der Schlossgartenschule eine ganze Stelle einzurichten (bisher 0,6) und an der Realschule auf 1,5 Stellen zu gehen (bisher 1,1). Die Ganztagsbetreuung an der Realschule wird ebenfalls um 0,4 Punkte erhöht, so dass unter dem Strich eine 80-Prozent-Stelle steht.
Jetzt muss jedoch noch das entsprechende Personal gefunden werden – oder es gilt, die bereits vorhandenen Leute davon zu überzeugen, ihrerseits aufzustocken.