Zwei Männer sollen seit Ende November für zahlreiche Einbrüche im Raum Esslingen verantwortlich sein. Nach einem Notruf gelingt Ermittlern schließlich die Festnahme.
Am Dienstagabend gelang der Staatsanwaltschaft Stuttgart und einer spezialisierten Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizeidirektion ein bedeutender Schlag gegen die Einbruchskriminalität durch die Festnahme mutmaßlicher Einbrecher. Die beiden Tatverdächtigen im Alter von 41 und 59 Jahren befinden sich bereits in Untersuchungshaft.
Wie die Polizei mitteilt, konnte das Duo durch zeitintensive Ermittlungen und Kameraaufnahmen an Wohngebäuden zunächst zwar nicht namentlich identifiziert werden, dennoch gerieten die Männer dadurch ins Visier der Kriminalbeamten. Laut bisherigen Erkenntnissen sollen sie für mehrere Wohnungseinbrüche beziehungsweise Einbruchsversuche, hauptsächlich im Raum Esslingen, verantwortlich sein.
Den Tatverdächtigen werden seit dem 29. November mehrere Einbrüche in folgenden Orten zur Last gelegt:
- Esslingen-Rüdern
- Wiflingshausen
- Aichwald-Schanbach
- Aichschieß
- Notzingen
- Denkendorf
- Neuhausen auf den Fildern
Unter anderem soll das Duo auch für einen Einbruch in ein Wohnhaus in Ebersbach an der Fils verantwortlich sein. Zusammengenommen dürfte bei diesen Taten Schmuck im geschätzten Gesamtwert von mehr als 28 000 Euro entwendet worden sein. Außerdem wurde ein wohl insgesamt fünfstelliger Sachschaden verursacht.
Täter bei Flucht gestellt
Die Festnahme der beiden Männer gelang der Polizei am Dienstagabend, nachdem ein Bewohner der Lindenstraße in Neuhausen kurz nach 18.30 Uhr über den Notruf einen Einbruch in sein Wohnhaus gemeldet hatte. Die beiden Unbekannten waren dem Bewohner zuvor im Inneren des Gebäudes aufgefallen, nachdem sie sich über die Kellertür Zutritt verschafft hatten. Bei der Flucht konnten die Tatverdächtigen vorläufig festgenommen werden.
In ihrem Pkw sowie bei der Durchsuchung der Wohnanschrift des 41-Jährigen in Esslingen fanden und beschlagnahmten die Einsatzkräfte unter anderem offensichtliches Einbruchswerkzeug, mutmaßliche Tatkleidung sowie mehrere Tausend Euro Bargeld. Der 59-Jährige soll nach aktuellem Kenntnisstand über keinen festen Wohnsitz verfügen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wurden die Männer am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ die beantragten Haftbefehle, woraufhin die Beschuldigten in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurden.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen, insbesondere zu weiteren dem Duo zuzurechnenden Taten, dauern an.