Die Hilfsorganisation Child Fund aus Nürtingen leistet über lokale Partner im Gazastreifen überlebenswichtige Nothilfe. Die Kinder stehen im Fokus.
Es sind erschütternde Bilder, die weiterhin aus dem zerstörten Gazastreifen veröffentlicht werden. Die Lage hat sich für die Menschen, die in Zelten und Trümmern leben, seit Mitte Dezember weiter zugespitzt, da der Küstenstreifen durch Überflutungen und Stürme heimgesucht wurde. Deshalb sei überlebenswichtige Nothilfe sehr wichtig, erklärt Alexander Busl von Child Fund Deutschland, einer in Nürtingen ansässigen Hilfsorganisation.
Zusammen mit dem Child Fund Alliance Partner We World leiste der Verein über seine zwei Büros und mit einem Team von 25 Mitarbeitenden und über 60 geschulten Freiwilligen unermüdlich Hilfe in Gaza. Der Partner We World hat laut Child Fund auch weiterhin Zugang zum Gazastreifen, während die israelische Regierung zahlreichen internationalen Hilfsorganisationen wie beispielsweise Ärzte ohne Grenzen Medienberichten zufolge den Zugang verwehrt.
Verein aus Nürtingen hilft über lokale Partner im Gazastreifen
Der Verein aus Nürtingen und seine lokalen Partner versorgen demnach die Menschen mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser, richten Notunterkünfte ein und verteilen Kleidung, Decken und Windeln. Außerdem sei es wichtig, Hygiene- und Sanitärdienstleistungen zu sichern, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.
Die Nürtinger Hilfsorganisation ist nach eigenen Angaben über ihren Partner We World seit vielen Jahren mit eigenen Standorten und Mitarbeitenden in Gaza tätig. Wie der Verein mitteilt, werden die Hilfsgüter in zwei dafür vorgesehenen Lagerhäusern gelagert und von lokalen Mitarbeitenden sowie geschulten Freiwilligen an die Menschen verteilt.
Bildung als Ziel: Kinder sollen wieder lernen können
Besonders im Fokus stehen bei Child Fund die Kinder, für sie werden laut dem Verein temporäre Lernräume eingerichtet, damit sie in geschütztem Umfeld wieder mit dem Lernen beginnen können.
Es ist erklärtes Ziel des Nürtinger Vereins, den Kindern die Möglichkeit auf Bildung zu geben, die sie jahrelang während des Kriegs verpasst haben. Neben Unterricht in Lesen, Schreiben und Rechnen werde auch gezielter Förderunterricht angeboten.
Außerdem gehe es um eine inklusive, schützende und kinderfreundliche Umgebung. Dazu gehöre auch eine psychosoziale Unterstützung der Kinder, um ihre mentale Gesundheit in der aktuellen Krisensituation zu stärken und ihnen zu helfen, das erlebte Grauen besser zu verarbeiten.