Dem Verschenk-Container in Esslingen fliegen die Herzen zu: Zehntausende haben auf unsere Berichterstattung reagiert.
Es ist ein simples Konzept: Kunden, die noch brauchbare Dinge in der Esslinger Entsorgungsstation Katzenbühl wegschmeißen wollen, werden von den dortigen Beschäftigten freundlich gefragt, ob sie diese Gegenstände in den Verschenk-Container stellen möchten. Die meisten, die angesprochen werden, stimmen zu. Aus dem Container wiederum darf jeder und jede mitnehmen, was ihm oder ihr gefällt.
„Die Bürger haben die Möglichkeit, hier gut erhaltene Sachen abzugeben, bevor sie weggeschmissen werden“, sagt Michael Potthast, Chef des Abfallwirtschaftsbetriebs im Kreis Esslingen. „Vieles kommt hier an, was man noch gut verwenden kann.“
Unsere Berichterstattung über den Container hat in den Sozialen Medien für mächtig Gegenliebe gesorgt. Mehr als 900 000 Mal wurden unsere Berichte aufgerufen, ein Video dazu erhielt rund 40 000 „Gefällt-Mir-Angaben“ und zahlreiche liebe Kommentare: „Die Idee ist einfach mega – wir werfen eh viel zu viel weg“, sagt eine Userin. Eine andere ergänzt: „Richtig tolle Idee, so geht Nachhaltigkeit!“
Esslingens Verschenk-Container – auch in anderen Städten?
Auch Menschen aus der weiteren Umgebung von Esslingen sind in den Kommentarspalten zu finden – teilweise markieren sie unter unseren Beiträgen ihre Heimatstädte: „Stadt Süßen (Landkreis Göppingen), wäre doch auch mal was“ oder „wann in Gmünd, Stadt Schwäbisch Gmünd?“ Einige beklagen deutlicher, dass es in ihren Wertstoffhöfen keine solche Verschenk-Möglichkeiten gibt. „Bei uns im Recyclinghof gab es auch sowas. Dann kam der Bezirksleiter und hat gesagt, sowas will er nicht wieder sehen. Das sei Diebstahl“, schreibt ein anonymer User – andere berichten von ähnlichen Fällen in ihren Gemeinden.
Der für den Verschenk-Container zuständige Abfallwirtschaftsbetrieb freut sich jedenfalls über das viele positive Feedback. „Ein weiterer Container steht auf der Entsorgungsstation Sielminger Straße in Leinfelden-Echterdingen und für die Entsorgungsstation am Blumentobel in Beuren ist einer in Planung“, teilt Sprecher Till Deininger mit. Im Laufe des Jahres soll der neue und damit dritte Verschenk-Container stehen.