Nach dem Autokauf fangen die Kosten erst an: Inspektionen, Versicherungen und Kraftstoff sollten unbedingt einkalkuliert werden. Foto: PR - @ delphinmedia (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Ein eigenes Auto ist eine feine Sache. Gerade Jugendliche, die kurz vor dem Erwachsenenalter stehen, freuen sich zurecht auf die baldige motorisierte Freiheit. Oftmals sind es jedoch gerade die Erstautobesitzer, die nach einigen Monaten voller Freude bemerken: Autofahren ist teuer. Was kostet ein Auto eigentlich genau?

Kfz-Steuern und Versicherung: Wiederkehrende Kosten

Eines vorweg: Diese Kostenpunkte sind die berechenbarste Angelegenheit am Auto. Sie sind zwar wiederkehrend, aber planbar. Im Fall der Autoversicherung können Kfz-Halter sogar auf den Preis einwirken, behalten also gewissermaßen die Oberhand. Ein allgemeiner Überblick über die Kfz-Versicherung:

  • Tarife – für jedes Fahrzeug können verschiedene Tarife gewählt werden. Bei sämtlichen finanzierten Fahrzeugen gilt die Devise, dass eine Vollkaskoversicherung vorteilhaft ist. Sie verhindert, dass im Fall eines verschuldeten Totalschadens die neue und die alte Finanzierung gestemmt werden muss. Günstiger sind Teilkaskoversicherungen, Kfz-Haftpflichtversicherungen hingegen gehören, in der Basisform, zu den Pflichtversicherungen und stehen somit auch allen Personen offen, die mit der Bonität Probleme haben. Unter kfz-versicherung-trotz-schufa.com können sich Betroffene näher informieren.
  • Kosten – die Kosten variieren nach Tarif, doch können Autofahrer durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung oder einer Werkstattbindung massiv auf die Preise einwirken. Zudem bieten Jahresvorauszahlungen ein enormes Sparpotenzial. Hier gilt: Wer die Kfz-Versicherung monatlich zahlt, der zahlt im Endeffekt deutlich mehr.
  • Preisfaktoren – der Wohnort, das Alter, der Wagen an sich und die Schadensfreiheitsklasse wirken sich auf den Preis aus. Der Wohnort bestimmt die Regionalklasse, auf diese hat ein Versicherungsnehmer nur durch einen Umzug Einfluss. Der Wagen bestimmt die Typklasse. Die Versicherungen schauen jährlich, welche Fahrzeugmodelle besonders häufig in Unfälle verwickelt waren und gleichen die Typklasse an. Weitere Preisfaktoren: Weitere Fahrer, Parkmöglichkeit.

Die Kfz-Versicherung sollte immer vor dem Abschluss verglichen werden, wobei diese Prüfung auch später jährlich erfolgen sollte. Anders sieht es natürlich bei der Kfz-Steuer aus. Hierauf hat der Halter keinen Einfluss, sofern das Fahrzeug schon gekauft wurde. Vor dem Kauf sollte die Besteuerung des Wagens geprüft werden.

Kraftstoff: Immer noch abhängig von der Ölindustrie

Das ist eines der leidigsten Themen, denn Kfz-Fahrer sind weiterhin von der Ölindustrie und somit von den Tankstellen abhängig, sofern nicht in ein Elektrofahrzeug investiert wird. Basierend auf einer Jahresleistung von 20.000 Kilometern und 600 Kilometern je Tankfüllung von 60 Litern würde ein Auto kosten:

- Benzinpreis 1,40 Euro/Liter: 84,00 Euro je Füllung, bei 34 Füllungen im Jahr 2.856 Euro.

- Benzinpreis 1,65 Euro/Liter: 99,00 Euro je Füllung, im Jahr 3.366 Euro.

Die Preise schwanken natürlich und hängen auch von der eigenen Fahrweise ab. Im Stadtverkehr wird oft mehr Sprit verbraucht, als außerhalb der Städte. Zudem hängt der Verbrauch von der Wahl des Fahrzeugs ab. Kleinwagen haben hier eine deutlich bessere Bilanz als schwere SUV.

Reparatur, Pflege und Wartung

Auch hier fallen Kosten an. Wer Glück hat, muss den Wagen nicht zur Reparatur schicken. Doch gerade die Fahrzeuge, die aufgrund eines möglichen Verkaufs ein gepflegtes Scheckheft haben müssen, haben enge Wartungsintervalle:

  • Inspektionen – sie hängen von der Fahrleistung und dem Fahrzeugalter ab. Im Rahmen der Inspektionen wird das Fahrzeug auf festgelegte Punkte hin überprüft, je nach Ergebnis können hier durchaus deutliche Kosten zusätzlich zu den Inspektionsgebühren anfallen.
  • Pflege – das sind sämtliche Pflegeoptionen, die regelmäßig genutzt werden. Die Fahrzeugwäsche, Winter- und Sommerprüfungen, auch die Batteriepflege.
  • Gesetzliche Prüfungen – das sind die Abgasuntersuchung und der TÜV. Gut gewartete Fahrzeuge kommen meist problemlos durch den TÜV, es kann aber auch geschehen, dass Mängel entdeckt werden.

Wirklich nicht planbar sind Reparaturen. Sie können, je nach Mangel, schnell in den vierstelligen Bereich je Reparatur gehen. Fahrzeughalter sind gut beraten, monatlich einen festen Betrag auf das Fahrzeugkonto zu geben, damit diese Kosten im Ernstfall schnell bezahlt werden können.

Weitere Kostenpunkte

Weitere Kostenpunkte hängen oft mit dem persönlichen Geschmack, aber natürlich auch von dem Verschleiß des Wagens ab:

  • Reifen – unabhängig von der Reifenart müssen sie in regelmäßigen Abständen ersetzt werden. Auch hier gibt es deutliche Kostenunterschiede. Wer die Sommer- und Winterreifen einlagern lässt, zahlt hierfür ebenfalls.
  • Einrichtung – Schutzbezüge, Fußmatten, vielleicht spezielle Schutzmatten für den Kofferraum. Hundebesitzer benötigen zudem ein Schutznetz und müssen darauf achtgeben, dass das Tier während der Fahrt gesichert ist.
  • Winterausstattung – von der Schutzplane bis hin zu ordentlichen Eiskratzern – bei den meisten Autofahrern müssen die Utensilien im Herbst ersetzt werden.
  • Bußgelder – zugegeben, diese hat jeder selbst in der Hand, doch trifft es wohl irgendwann die meisten Fahrer. Ob der Wagen nun kurz falsch abgestellt wurde oder ob bei einer reduzierten Geschwindigkeit nicht schnell genug auf die Bremse getreten wurde: Die Bußgelder können bei 10,00 Euro beginnen und in den hohen dreistelligen Bereich gehen.

Wer natürlich sein Auto besonders ausstatten möchte und vielleicht auch noch einen bestimmten Lack oder ein Muster bevorzugt, der hat in diesem Bereich deutlich erhöhte Kosten. Dies gilt auch für das Tuning oder schlichtweg für einen verbesserten Lautsprechersound im Fahrzeug.

Fazit - die regelmäßigen Kosten sind hoch

Unter Tierhaltern gilt die Devise, dass der größte Fehler eines Tierhalters ist, niemals die Gesamtkosten des Tieres zusammenzurechnen. Für Autofahrer ist der Rat. die Gesamtkosten zu betrachten, ebenso nützlich, denn schon das jährliche Tanken kostet, je nach Fahrzeug, ungefähr so viel wie die Hälfte des Anschaffungspreises des Autos. Hinzu kommen die notwendigen Gebühren für Versicherungen, Steuern, Inspektionen und den TÜV. Problematisch sind ungeplante Reparaturen, da sie finanziell kaum planbar sind.

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