Positiv fällt das Fazit von „Kornwestheim rockt“ in diesem Jahr aus. Wie es 2026 weitergeht, ist unklar. Veranstalter Leichtle geht vom Ende aus, lässt aber ein Hintertürchen offen.
Zum wohl letzten Mal hat Johannes Leichtle mit seiner Firma Eventkartell im August die Reihe „Kornwestheim rockt“ veranstaltet. Für nächstes Jahr hat die Stadtverwaltung die Events auf dem Marktplatz erstmals öffentlich ausgeschrieben. Die Idee: Die Stadt will auch kommendes Jahr eine kostenlose Konzertreihe, aber nicht mehr so viel Geld zuschießen. Leichtle hat keine Bewerbung eingereicht.
„Es lief alles prima, wir sind zufrieden“, sagt Leichtle zu den fünf Konzerten von Coverbands, die er im Juli und August in Kornwestheim organisiert hat. Wie in den vergangenen Jahren seien jeweils etwa 3000 Menschen zu den kostenlosen Veranstaltungen gekommen. Am erfolgreichsten sei in diesem Jahr „Bounce“ gewesen, die Bon-Jovi-Songs zum Besten gaben.
Probleme hatte es beim ersten Konzert gegeben, als der Biernachschub ins Stocken geriet. „Wir haben eine neue Anlage genutzt, von Bierwagen auf Festivalbetrieb umgestellt, und hatten keinen Ersatz parat. Daraus haben wir gelernt. Bei allen weiteren Konzerten, auch an den anderen Standorten, lief es dann reibungslos“, sagt Leichtle.
Die Coverbands treten jedes Jahr um einen Tag versetzt auch in Leonberg, Eislingen, Sindelfingen und Bietigheim auf. Der Standort Kornwestheim droht für Leichtle 2026 wegzufallen. Die 10 000 Euro Zuschuss, die Kornwestheim künftig nur noch beisteuern will, seien zu wenig, meint Leichtle. Bislang gibt die Stadt deutlich mehr zu, ohne genaue Zahlen zu nennen.
Wer den Zuschlag für 2026 bekommt und ob es überhaupt taugliche Bewerber gibt, ist bislang noch nicht öffentlich gemacht worden. „Wir würden gerne weitermachen, weil wir hier in den vergangenen acht Jahren etwas aufgebaut haben, was der Stadt guttut“, sagt Leichtle. Eine Veranstaltungsreihe von vergleichbarer Qualität lasse sich nicht mit den 10 000 Euro Zuschuss auf die Beine stellen, ist er überzeugt.
Leichtle sagt, er sei schon in Gesprächen, den Standort Kornwestheim nächstes Jahr zu ersetzen. Wenn die Stadt sich doch für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit entscheiden sollte – wofür er offen sei – müsse im Oktober eine entsprechende Entscheidung stehen.