Neue Front: Nach der Modellpflege kommt der Suzuki Vitara sportlicher daher. Foto: Suzuki - Suzuki

Der Suzuki Vitara ist schon über 30 Jahre auf dem Markt. Der Pionier im SUV-Segment feierte 1988 sein Debüt und gründete damit das Segment der kompakten SUVs mit.

EsslingenWenn ein Auto schon mehr als 30 Jahre unter derselben Bezeichnung auf dem Markt ist, kann es kein schlechtes sein. Die Rede ist vom Suzuki Vitara, der 1988 sein Debüt feierte und damit das Segment der kompakten SUV mit begründete – also ein Pionier im SUV-Segment. Fast 200 000 Einheiten hat der japanische Hersteller hierzulande bisher verkauft. Man könnte auch sagen „an den Mann gebracht“, aber das würde nicht korrekt sein, denn der Vitara ist auch beim weiblichen Geschlecht sehr beliebt. Das liegt an seinen kompakten Maßen (4,17 Meter lang), dem geräumigen Kofferraum (375 bis 1120 Liter) und nicht zuletzt an neun verschiedenen, peppigen Farben.

Innerhalb einer Modellpflege – sozusagen zum 30. Geburtstag – ist die aktuelle, vierte Generation des Vitara jetzt mit frischem Design und erweiterter Sicherheitsausstattung durchgestartet. Das Gesicht des überarbeiteten SUV ziert nun ein neuer Kühlergrill mit fünf Schlitzen und vertikalen Chromakzenten – das sieht jetzt sportlicher aus. Am Heck gibt es neue Rückleuchten mit LED-Technik und ein neu geformter Unterfahrschutz, der ab gehobener Ausstattung nicht nur suggeriert, dass da ein Allradler unterwegs ist, sondern durchaus seine Berechtigung hat.

Wer nicht wirklich einen Allradantrieb braucht, ist schon mit der Basisversion und Fronantrieb gut bedient, die ab 18 650 Euro erhältlich ist. Darin arbeitet dann der neue 1,0-l-Turbobenziner mit 82 kW (111 PS), der den bisher angebotenen 1,6-l-Saugbenziner abgelöst hat. Als Verbrauchswert gibt Suzuki 5,3 Liter Super an (CO2: 121 g/km). Der Vitara mit Allrad kostet ab 23 550 Euro.

Im Angebot ist darüber hinaus der 140 PS starke 1,4-Liter-Benziner (ab 22 450 Euro), mit Direkteinspritzung und Turboaufladung, der bereits im Vitara S eingesetzt wird. Der neu entwickelte Dreizylinder ist auf mehr Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich, hohe Kraftstoffeffizienz und niedrige Emissionen ausgelegt. Der Turbolader hebt das Drehmoment bei niedriger Drehzahl auf das Niveau eines 1,8-Liter-Saugmotors, berichtet Suzuki. Hingegen wurde die Dieselvariante mit der Modellpflege gestrichen.

Durch die Modellpflege des im ungarischen Suzuki-Werk in Esztergom gebauten Vitara haben auch zusätzliche Sicherheitssysteme Einzug gehalten. Neu ist jetzt die per Dual-Sensor gestützte aktive Bremsunterstützung (DSBS – Dual Sensor Brake Support), die durch ihre Kombination aus Mono-Kamera und Laser-Sensor auch Fußgänger erkennt und bei Bedarf das Fahrzeug automatisch abbremst. Auch Spurhaltewarnsystem, Müdigkeitserkennung und Verkehrszeichenerkennung (TSR – Traffic Sign Recognition) sind erstmals verfügbar. Premiere in einem Suzuki-Modell feiern außerdem ein Toter-Winkel-Warnsystem (BSM – Blind Spot Monitor) und ein Ausparkassistent (RCTA – Rear Cross Traffic Alert).

Die optische und qualitative Aufwertung des Vitara zeigt sich auch im Innenraum: Die neu gestaltete Instrumentierung ist nun im Stile typischer SUV gehalten. Ein 4,2 Zoll großer LCD-Farbbildschirm informiert nicht nur über den Allradmodus (Allgrip genannt) und die Bergabfahrhilfe, sondern zeigt auch Hinweise der erstmals verfügbaren Verkehrszeichenerkennung wie beispielsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen an. In der Topausstattung ist ein Panorama-Glasdach verfügbar.

Eine weichere Oberfläche verbessert zudem die Haptik der Instrumententafel. Zu den weiteren Neuerungen zählen hellere silberne Akzente auf dem Armaturenbrett, den Türen und der Mittelkonsole sowie ein stärker metallisch anmutendes Muster auf dem silbernen Dekor des Armaturenbretts. In den höheren Ausstattungen ist außerdem eine Mittelarmlehne mit integriertem Staufach zwischen den Vordersitzen an Bord.

Mit 37 530 verkauften Einheiten hat Suzuki im vergangenen Jahr 1,1 Prozent Marktanteil in Deutschland erreicht. Meistverkaufte Suzuki-Modelle waren dabei der Kleinwagen Ignis (9277) und der Vitara (6664).

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