Am Freitag waren auch die letzten Wahlzettel ausgezählt. Foto: dpa/Gentsch/Agentur

Die CDU sind auch bei der Kommunalwahl im Land stärkste Kraft unter den Parteien. Die Grünen verlieren weniger drastisch als bei der Europawahl. Die AfD ist in den Kreistagen stärker vertreten als in Gemeinderäten.

Die Christdemokraten haben auch bei den Gemeinderatswahlen landesweit einen Großteil der Stimmen gewinnen können. Die CDU legte landesweit um 1,4 Prozentpunkte auf 24,2 Prozent zu, wie aus vorläufigen Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Die AfD gewann bei den Gemeinderatswahlen landesweit 95 000 Stimmen hinzu und verbuchte somit ein Plus von 2,3 Prozentpunkten auf 4,2 Prozent. Ebenso stark waren die Gewinne bei kleineren Parteien, die insgesamt auf 3,2 Prozent kamen.

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Die Verluste bei den Grünen fielen mit 1,4 Prozentpunkten auf 11,5 Prozent deutlich moderater aus als bei der Europawahl. Die SPD verlor 1,5 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent. Die FDP bewegte sich mit 3,6 Prozent fast auf dem Ergebnis von 2019. Bei der Wahl der Gemeinderäte entfielen knapp 60 Prozent der Stimmen auf Parteien. Wählervereinigungen erhielten 36,9 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung in den 1101 Gemeinden im Land lag bei 60,9 Prozent, also 8,5 Millionen Wahlberechtigten. Am Freitag waren auch die letzten Stimmzettel ausgezählt.

Bei Kreistagswahlen kommt CDU in die Nähe des Europawahlergebnisses

Bei den Kreistagswahlen in 35 Landkreisen haben die Christdemokraten noch stärker abgeschnitten. Dort legten sie um 1,9 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent zu. Die Grünen verloren deutlicher mit 4,8 Prozentpunkten auf 12,7 Prozent und lagen gleich auf mit der SPD, die einen Rückgang von 1,3 Prozentpunkten verbuchte. Auch in den Kreistagen hielten sich die Liberalen stabil bei 5,3 Prozent. Die AfD legte indessen stärker zu als in den Gemeinderäten. Sie gewann mit 264 000 zusätzlichen Stimmen 6,2 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent. Kleinere Parteien spielten bei den Kreistagswahlen kaum eine Rolle.

Die Parteien konnten 75,2 Prozent der Stimmen gewinnen, Wählervereinigungen erhielten 23,9 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag mit 61,4 Prozent bei 7,2 Millionen Wahlberechtigten.