Demonstranten bauen vor dem Alten Rathaus eine symbolische Brandmauer. Foto: privat

Am Wochenende kamen in Esslingen 300 Menschen zusammen, um eine symbolische Brandmauer gegen Rechtsextremismus zu errichten. Derweil klagen fast alle Parteien darüber, dass Plakate beschädigt und Helfer attackiert werden.

Das Esslinger Bündnis für Demokratie und Menschenrechte hat weitere Aktionen angekündigt – nachdem am Wochenenden an die 300 Menschen vor das Alte Rathaus gezogen seien, um mit Kartons eine symbolische Brandmauer gegen Rechtsextremismus aufzubauen, so die Organisatoren. „Fast 300 Menschen haben mit vielen kreativ beschrifteten Kartons jeder Größe klare Kante gezeigt und zum Schutze unserer Demokratie und Vielfalt eine Brandmauer gegen rechte Parolen, Parteien und Scharfmacher errichtet“, so das Bündnis.

„Uns ist wichtig, dass wir als breites Esslinger Bündnis nicht aufhören, uns klar gegen Rechtsextremismus zu positionieren, sagte Johannes Sipple, der als Mitglied des Koordinierungskreises des Esslinger Bündnisses Versammlungsleiter war. Dabei richten sich die Aktionen auch explizit gegen die AfD, die zur Kommunalwahl am 9. Juni unter anderem in Esslingen, aber auch in anderen Orten des Kreises zur Wahl antritt.

Das Bündnis hat seinen Ursprung in einer Demonstration Ende Januar

Das Bündnis hatte sich Ende Januar nach einer Demonstration gegen Rechtsextremismus, gegen Rassismus und für eine wehrhafte Demokratie in Esslingen gebildet, an der mehrere Tausend Menschen teilgenommen hatten. Initiiert wurde der Protest aus einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus rund 140 lokalen Initiativen, Organisationen, Parteien, Kirchen, Verbänden, Gewerkschaften, Sportvereinen, Unternehmen sowie Esslinger Bürgerinnen und Bürger.

Der Wahlkampf macht sich unterdessen vor allem an der Plakatierung in den Städten und Gemeinden bemerkbar. Allerdings passiert es immer wieder, dass Plakate beschädigt oder heruntergerissen werden. Darüber beklagen sich fast alle Parteien. Auch Anhänger von Parteien, die die Werbebotschaften aufhängen, wurden im Wahlkampf Opfer von Attacken. In der Politik wird deshalb derzeit über ein schärferes Strafrecht diskutiert.