Wiederum starten die Nexio-Züge nicht. Der Zweckverband scheint mit seinen Aufgaben überfordert, schreibt unser Redakteur Ulrich Stolte.
Eine der Sackgassen, in der die Politik auf Bundesebene wie auf regionaler Ebene steckt, betrifft die Bahn. Einerseits wird das Auto aus den Städten verbannt und in die Staus auf den Landstraßen und Autobahnen geschickt, ökologisch verteufelt und anschließend darauf hingewiesen, der Bürger solle auf Bahn und Bus umsteigen. Andererseits ist dieser Umstieg nicht machbar. Die Bahn ist so unpünktlich, dass sie praktisch nur noch bei Freizeit- und Vergnügungsfahrten nutzbar ist, wo es egal ist, wann man ankommt. Wer einen Termin einhalten will oder muss, für den ist Bahnfahren nicht mehr sinnvoll. Denn er müsste ja immer einen Verspätungspuffer von mindestens einer halben Stunde einplanen, bis der nächste Zug kommt.
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