Quelle: Unbekannt

Von Alexander Maier

Die Stadt Esslingen wird das Areal Küferstraße 13/1 und Kupfergasse 6 kaufen, und im Rathaus beeilt man sich zu versichern, dass damit kei­ne Vorentscheidung über den künftigen Standort der Stadtbücherei gefallen sei. Die Botschaft hört man wohl, doch manchen fehlt der Glau­be: Während die Verwaltung noch die Standort-Alternativen - eine Erweiterung und Modernisierung der bisherigen Bücherei im Bebenhäuser Pfleghof oder einen Neubau zwischen Küferstraße und Kupfergasse - erklärtermaßen gleichberechtigt und „ergebnisoffen“ auf ihre Perspektiven hin untersucht, gibt es im Rathaus Kräfte, die mit ungewohntem Eifer bereits versuchen, im Hintergrund die Mehrheiten für einen Neubau zu organisieren. Und das, obwohl die Fakten öffentlich noch gar nicht auf dem Tisch liegen. Dass das von vielen nicht als vertrauensbildende Maßnahme verstanden wird, ist klar. Nachdem OB Jürgen Zieger jüngst erklärt hatte, er sei überzeugt, „dass wir auch am alten Standort eine sehr gute Lösung hinkriegen können“, steht die Stadt im Wort, beiden Varianten dieselben Chancen einzuräumen. Erst wenn klar ist, welche Flächen an welchem Standort nicht nur theoretisch möglich sind, sondern tatsächlich realisiert werden, wenn Risiken nicht nur bei einem Standort betont werden und wenn verbindlich geklärt ist, was bei einem Bücherei-Neubau aus dem Bebenhäuser Pfleghof werden würde, ist eine sachgerechte Entscheidung möglich. Bis dahin muss die ergebnisoffene Prüfung wirklich ergebnisoffen bleiben - Grundstückskauf hin oder her.

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