Eileen Smith, Stefan Hart, Esra Atsu und Marko Ehrt (von links) sind gerüstet fürs Open-Air-Filmfestival. Foto: Weller - Weller

Vom 25. Juli bis 3. August organisiert das Kommunale Kino Esslingen sein Filmfestival auf der Burg. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, mittlerweile hat auch der Vorverkauf begonnen.

EsslingenKino-Fans überall in der Region haben sich diesen Termin bereits dick im Kalender markiert: Am 25. Juli fällt der Startschuss zum Kino auf der Esslinger Burg, und wenn das Wetter auch nur halbwegs mitspielt, wird das Publikum wieder in Scharen auf Esslingens Höhen pilgern. Hinter den Kulissen laufen seit Monaten die Vorbereitungen für das Open-Air-Festival: Filme und Bands, die bis 3. August auf der Burg für gute Unterhaltung sorgen sollen, hat das Kommunale Kino längst gebucht.

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Der Vorverkauf läuft seit heute

Nun hat der Vorverkauf begonnen. Was den Film-Enthusiasten viel Vergnügen verspricht, bedeutet für das Koki-Team und seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer jede Menge Arbeit. Allein die Burg in einen Filmpalast unter freiem Himmel zu verwandeln, ist jedes Jahr eine Herausforderung. Und wenn das Festival erst begonnen hat, gilt es Abend für Abend dafür zu sorgen, dass alles wie am Schnürchen klappt. Denn das Kino auf der Burg will nicht nur mit starken Filmen und Live-Musik punkten, sondern auch mit seiner ganz besonderen Atmosphäre.

Den kniffligsten Teil der Planung hat das Kommunale Kino längst geschafft: Zahlreiche mögliche Open-Air-Kandidaten galt es schon lange vor Festivalbeginn zu sichten, damit am Ende ein Programm steht, das beim Publikum ankommt. „Diesmal war die Filmauswahl nicht ganz so schwierig wie in anderen Jahren“, erzählt Sibylle Tejkl, die zusammen mit Stefan Hart die Geschäfte des Kommunalen Kinos führt. „Wir können auf ein starkes Kinojahr zurückblicken, das uns viele Möglichkeiten eröffnet hat. Auf den einen oder anderen starken Film mussten wir sogar verzichten, weil wir gar nicht genügend Termine zur Verfügung hatten.“ So hatte das Auswahlgremium des Kommunalen Kinos die Qual der Wahl. Nun darf sich das Publikum auf ein facettenreiches Programm freuen, das neben Oscar-Gewinnern wie „Bohemian Rhapsody“ (25. Juli), „A Star is Born“ (31. Juli) oder „Green Book“ (2. August) auch Komödien wie die französische Produktion „Monsieur Claude 2“ (30. Juli) oder die deutschen Filme „Der Junge muss an die frische Luft“ (27. Juli), „25 km/h“, „Der Vorname“ (29. Juli) und „Womit haben wir das verdient?“ (3. August) zeigt. Mit „Der Fall Collini“ geht am 26. Juli ein Justizdrama ins Rennen, und mit der britischen Produktion „Fisherman’s Friends“ wird am 1. August auch ein Film zu sehen sein, der auf der Esslinger Burg schon vor dem offiziellen Kinostart eine Vorpremiere feiern wird.

"Der Hahn ist tot" ist Kult

Zum Konzept des Kinos auf der Burg gehört, dass an jedem Abend vor dem Hauptfilm erst noch ein kurzer Streifen läuft – darunter ein Klassiker, der in keinem Jahr fehlen darf: Zoltan Spirandellis „Der Hahn ist tot“, über den sich das Publikum jedes Jahr aufs Neue köstlich amüsieren kann. Und noch etwas ist beim Open-Air-Filmfestival auf Esslingens Höhen gesetzt: Eröffnet wird das Programm Abend für Abend von einer Live-Band aus der Region – am ersten Abend stimmt zum Beispiel die KSK-Band auf den Freddie-Mercury-Musikfilm „Bohemian Rhapsody“ ein, ein andermal sorgen Heinz und die Bembel, das Münchner Klezmer Trio oder die Earls of Grey für den guten Ton.

Das Kino auf der Burg ist ein Kind des Esslinger Kultursommers 1993. Seither wird das Festival Jahr für Jahr vom Kommunalen Kino veranstaltet und von der Eßlinger Zeitung präsentiert. Mittlerweile gibt es so manches Open-Air-Kino in der Region, doch das Esslinger Festival ist für viele Fans nicht zuletzt ob seiner einzigartigen Atmosphäre ein Muss. Entsprechend groß ist der Andrang: Wenn starke Filme und gutes Wetter Hand in Hand gehen, sind die 3000 Karten, die pro Abend zur Verfügung stehen, oft im Handumdrehen vergriffen – spielt das Wetter mit, wird in guten Jahren schon mal die 25 000-Besucher-Marke geknackt. Das Koki hat sein Einzugsgebiet mittlerweile zwischen Ludwigsburg, Leonberg, Reutlingen und Göppingen gespannt. „Und manche kommen sogar noch von weiter her, weil sie das ganz besondere Flair der Esslinger Burg mögen“, verrät Stefan Hart.

An Helfern fehlt es nicht

Solche Besucherzahlen wollen erst einmal bewältigt sein. Doch das Koki-Team um die beiden Geschäftsführer Sibylle Tejkl und Stefan Hart ist eingespielt – dazu kommen jedes Mal zwischen 130 und 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. An Ehrenamtlern fehlt es nicht – viele sind wie Eileen Smith und Marko Ehrt seit vielen Jahren dabei, andere wie Bundesfreiwilligendienstlerin Esra Atsu freuen sich darauf, das Kino auf der Burg auch mal von der Helfer-Seite kennenzulernen. Zu tun gibt es allerhand: Schon vor den Burg-Konzerten in der Woche vor Beginn des Kino-Festivals gilt es, die Cine-Bar und die Gastronomie aufzubauen. Und sobald die Musiker die Burg geräumt haben, beginnt der eigentliche Aufbau fürs Kino auf der Burg. „Das ist jedes Mal ein schönes Stück Arbeit“, weiß Sibylle Tejkl aus langjähriger Erfahrung. „Aber wenn erst einmal alles steht und es losgehen kann, ist das immer ein tolles Gefühl.“ Und Stefan Hart betont: „Unsere Ehrenamtler sind klasse. Ohne deren großes Engagement wäre solch ein Festival kaum zu machen.“

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