An der Körschtalbrücke in Stuttgart-Möhringen ist seit Anfang der Woche Geduld gefragt. Wie lange dauern die Arbeiten – und warum sind sie nötig?
Pendler, die aus Richtung Tübingen über die B27 nach Stuttgart müssen, sind ohnehin stauerprobt. In dieser Woche kommt ein weiteres Nadelöhr hinzu. Auf der Körschtalbrücke kommt es seit dm Wochenbeginn zu Behinderungen.
Die beiden Brücken in Stuttgart-Möhringen sind in die Jahre gekommen und müssen neu gebaut werden. Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt, finden deshalb seit Beginn dieser Woche (26. Januar) „geotechnische Untersuchungen“ statt. Autofahrer müssen deshalb auch in den kommenden Tagen mit Einschränkungen rechnen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am Freitag, 6. Februar, abgeschlossen sein.
Neubau der Körschtalbrücke kostet wohl mehr als 20 Millionen Euro
„Für die Dauer der Maßnahme werden einzelne Fahrspuren der B27 in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Der Verkehr auf der B27 wird mit Hilfe von Verkehrszeichen und Leitkegeln geregelt“, teilt das RP mit.
Insgesamt 31 Brückenbauwerke in Baden-Wüttemberg haben ein Alter erreicht, in dem sie abgerissen und erneuert werden müssen. Dazu zählt auch die B-27-Körschtalbrücke in Stuttgart-Möhringen. Ein Bauprojekt, das nach ersten Schätzungen des Landes mit 23,2 Millionen Euro zu Buche schlägt und zudem eine logistische Herausforderung darstellt, denn über die Brücke fahren täglich gut 50 000 Fahrzeuge.
Die Brücke am Einfallstor in Richtung Stuttgart wurde 1964 errichtet, ist 287 Meter lang und besteht aus zwei separaten Teilen, die alle drei Jahre untersucht werden. Vor einiger Zeit waren Wassereintritte an den Fahrbahnübergängen, Betonschäden und Risse festgestellt worden. Unlängst hatte es die sogenannten Erkundungsbohrungen auch am anderen Ende von Stuttgart - in Zuffenhausen, wo die B27 und die B10 zusammenlaufen - gegeben. Auch dort war es zu Verkehrsbehinderungen gekommen.