Esslingen rüstet sich für die Auswirkungen des Klimawandels: Ein neues Konzept soll die Stadt auf Hitze, Trockenheit und Hochwasser vorbereiten.
Hitze und Trockenheit, Starkregen und Hochwasser: Im Zuge des Klimawandels werden künftig wohl auch in Esslingen mehr Wetterextreme auftreten. Darauf will sich die Stadt nun mit einem sogenannten Klimaanpassungskonzept vorbereiten. Dieses soll die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort analysieren und Strategien zum Umgang mit den künftigen Bedingungen aufzeigen.
Laut Katja Walther, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Stadt Esslingen, muss die Stadt gemäß einer Landesverordnung die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort anhand verschiedener Parameter analysieren. Zu diesen Parametern gehören unter anderem die Jahresmitteltemperatur, die Anzahl der Sommertage, die Anzahl heißer Tage und die Anzahl der Tropennächte sowie die Entwicklung des Niederschlags im Sommer und im Winter in Esslingen.
Esslingen analysiert Auswirkungen des Klimawandels auf die Stadt
Zudem muss die Stadt laut Walther analysieren, welche Bereiche besonders vom Klimawandel betroffen sind und inwiefern. „Dazu sind insbesondere die Bereiche Bevölkerungsschutz und kritische Infrastruktur, Gesundheit, Wasser, Boden, Landwirtschaft, Wald- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Biodiversität, Wirtschaft und Energiewirtschaft, Tourismus, Verkehr sowie Stadt- und Raumplanung zu berücksichtigen“, sagt Katja Walther.
Teil der Klimaanpassungsstrategie soll außerdem ein Maßnahmenkatalog sein, der einen Überblick über bereits laufende sowie über neue Projekte im Hinblick auf den Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels geben soll. Zu den Vorhaben zählen etwa die gesundheitliche Vorsorge durch gezielte Information der Bürgerinnen und Bürger, die thermische Entlastung von Siedlungsbereichen oder der vorbeugende Hochwasserschutz.
Laut Katja Walther sollen im ersten Quartal 2026 verschiedene Angebote zur Erstellung des kommunalen Klimawandelanpassungskonzepts eingeholt werden. Wann das Konzept dann erstellt werden könne, sei noch unklar – und hänge unter anderem von der Freigabe des Doppelhaushalts 2026/2027 durch das Regierungspräsidium Stuttgart ab.