Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) schlägt vor, E-Fuels unter den konventionellen Kraftstoff unterzumischen. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Baden-Württembergs Verkehrsminister schlägt vor, klimaneutrale zu den konventionellen Kraftstoffen, wie Benzin oder Diesel beizumischen. Ihm schwebt eine Quote von zunächst zwei bis drei Prozent vor.

Stuttgart - Der baden-württembergische Verkehrsminister  Winfried Hermann (Grüne) fordert den verstärkten Einsatz synthetischer Kraftstoffe – sogenannter E-Fuels – im Straßen- und im Luftverkehr. Der Grünen-Politiker sprach sich am Freitag in Stuttgart erneut dafür aus, dass eine Quote für solche Kraftstoffe gesetzlich verankert wird. Bislang sei die Produktion doppelt oder vierfach so teuer wie klassischer Treibstoff. Wenn man einem kleinen Anteil beimische, sei der Preisanstieg nicht so stark und es entstehe gleichfalls ein entsprechender Markt für die Industrie.

Hermann brachte zunächst eine Quote von zwei bis drei Prozent zur Beimischung ins Spiel, die über die Zeit aber zunehmen müsse. E-Fuels werden mit Hilfe von regenerativer Energie aus CO2 und Wasserstoff hergestellt. Sie unterscheiden sich in ihren Grundeigenschaften nicht von Kerosin, Diesel oder Benzin aus Erdöl. Sie sind im Idealfall aber ein klimaneutraler Treibstoff. Der Grünen-Politiker verwies darauf, dass es noch längere Zeit den Verbrennungsmotor geben wird. Durch eine Beimischung könne er klimafreundlicher gemacht werden. Zugleich sagte er, dass für den Flugverkehr keine Batterielösung in Sicht sei.

Hermann forderte zusammen mit den SPD-Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus und Bernd Westphal von der Bundesregierung mehr Engagement für alternative Kraftstoffe.

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