Keine Wechselstimmung in Weilheim (Kreis Esslingen): Amtsinhaber Johannes Züfle hat die Bürgermeisterwahl an diesem Sonntag deutlich mit 72,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Der Herausforderer Ralf Kwiatkowski kam auf 18,5 Prozent Stimmenanteil.
Die Weichen für seine dritte Amtszeit sind gestellt: Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle wird auch in den kommenden acht Jahren die Geschicke der Zähringerstadt lenken. Bei der Wahl am vergangenen Sonntag hat sich der 44-Jährige klar gegen seinen Herausforderer Ralf Kwiatkowski behaupten können.
Um 18.28 Uhr konnte Züfle ein wenig aufatmen. Nach der Bekanntgabe des ersten von acht Einzelergebnissen lag der amtierende Bürgermeister deutlich vor Kwiatkowski. Kurz nach 19 Uhr stand dann das vorläufige Endergebnis fest: Auf Züfle entfielen demnach 72,6 Prozent der gültigen Stimmen – damit erhielt er im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit. Der parteilose Unternehmer Kwiatkowski kam auf 18,5 Prozent der Stimmen.
Namen in die freie Zeile eingetragen
Wahlberechtigt waren 7937 Bürgerinnen und Bürger in der knapp 10 400 Einwohner zählenden Kommune. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,1 Prozent und damit weit niedriger als zuletzt im Februar 2017 (60,4 Prozent). Damals entschied Züfle erst im zweiten Anlauf die Wahl für sich – mit 56,1 Prozent Stimmenanteil. 336 Wahlberechtigte (8,9 Prozent) nutzten am Sonntag die Möglichkeit, den Namen einer anderen Person in die sogenannte freie Zeile auf dem Stimmzettel zu schreiben.
Der Verwaltungswirt Johannes Züfle, der die Freien Wähler im Esslinger Kreistag und in der Stuttgarter Regionalversammlung vertritt, ist seit 2009 Leiter der Weilheimer Stadtverwaltung, Vorsitzender des Gemeinderats und oberster Repräsentant jener Stadt, die für den vierfachen Familienvater eigenem Bekunden nach zur Heimat geworden ist. In Weilheim sei er nicht nur als Bürgermeister präsent, sondern auch als Mensch, hatte Züfle im Wahlkampf seine Bürgernähe betont.
Auf Erfolge in 16 Jahren hingewiesen
Zugleich nutzte er den strategischen Vorteil des Amtsinhabers und verwies er auf die Erfolge in den vergangenen 16 Jahren. So seien allein 22 Millionen Euro in den Neubau oder die Erneuerung der Kitas geflossen, auch für die Jugend gebe es eine ordentliche Infrastruktur, die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung und die Entwicklung des Gewerbegebietes Rosenloh seien gestellt. In den nächsten Jahren will er als Bürgermeister unter anderem den S-Bahn-Anschluss nach Kirchheim, den Neubau des Feuerwehrmagazins sowie die Neugestaltung des Alten Friedhofs und des Quartiers Brückengasse vorantreiben.